Rasen bewässern - Wie viel Wasser braucht mein Rasen?

Der Sommer ist in Deutschland angekommen und der Boden wird zunehmend trockener. Mit der Sonne kommen auch die Fragen auf, wie Rasen bewässern richtig durchgeführt werden kann?
Die richtige Menge an Wasser für den Rasen hilft, die braunen Stellen zu vermeiden und auch eine gelbe Färbung des Rasens abzuwenden. Wer jedoch zu einer falschen Bewässerung greift, der läuft Gefahr, die ganze Arbeit, die er sich im Frühjahr beim Anlegen des Rasens gemacht hat, wieder zunichte zu machen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Wie viel: etwa 10 bis 15 Liter pro m² je Gießgang, dafür nur 1- bis 2-mal pro Woche, damit das Wasser rund 15 cm tief zu den Wurzeln kommt.
- Wann: am besten früh am Morgen. Mittags verdunstet zu viel, abends bleibt der Rasen über Nacht nass und Pilze haben leichtes Spiel.
- Rechtzeitig anfangen: schon gießen, solange der Rasen grün ist. Ist er verdorrt, hilft oft nur noch Nachsäen.
- Prüfen: Gibt der Boden unter der flachen Hand elastisch nach, ist er feucht genug. Harter Boden braucht mehr Wasser.
- Im Sommer: Ein Quadratmeter Boden verliert bis zu 4 Liter Wasser am Tag.
Zu wenig Wasser und die Auswirkungen
Ein grüner Teppich benötigt stets eine ordentliche Bewässerung - Wasser ist quasi das Grundnahrungsmittel für den Rasen.
Rasen bewässern ist eine Königsdisziplin. Was passiert, wenn der Rasen zu wenig Wasser bekommt?
Die Blätter der Rasenpflanzen verwelken innerhalb von 1-2 Wochen. Je nachdem, wie die Bodenbeschaffenheit ist, verliert das Erdreich bis zu vier Liter Wasser pro Tag (je Quadratmeter). Dadurch, dass der Rasen seine Wurzeln nur an der Oberfläche hat, fehlt den Rasenpflanzen sehr schnell das nötige Wasser, um weiter wachsen und gedeihen zu können.
Deshalb ist das Rasen bewässern sehr wichtig, sonst verliert dein Garten sehr schnell an Attraktivität. Rasen in der freien Natur ist zwar etwas besser an Trockenheit angepasst, verdorrt aber auch und weicht Unkräutern, die deutlich mehr Trockenheit vertragen.
Auch der Rasen in der freien Natur benötigt mitunter zusätzliche Pflege. Ohne diese, sieht er innerhalb von wenigen Jahren wie eine bunte Wiese und nicht mehr nach schönem und gesunden Rasen aus. Nicht umsonst werden Rasenflächen in vielen Wohngebieten regelmäßig von Gärtnern der Stadt besucht und gepflegt.
Tipp: Sorg dafür, dass auch während deines Urlaubs jemand ein Auge auf deinen Garten hat und den Rasen bewässern kann!
Bewässerung zum falschen Zeitpunkt
Mit einem Rasensprenger (auch Regner genannt) kannst du deinen Rasen regelmäßig und vor allem gleichmäßig bewässern. Wichtig ist, dass du nicht erst handelst, wenn die Halme schon verwelkt sind.
Sind die Pflanzen erstmal kaputt, hilft auch Wasser nicht mehr. Fang mit dem Bewässern schon an, solange der Rasen grün ist, und warte nicht auf eine bräunliche Färbung.
Wartest du zu lange, stirbt der Rasen stellenweise ab und du musst neu säen.
Wie viel Wasser braucht mein Rasen?
In der Regel solltest du mindestens die 4 Liter wieder auffüllen, die der Boden pro Quadratmeter an einem Sommertag verloren hat.
Wichtig ist, dass du beim Bewässern genug Wasser gibst, damit nicht nur die oberste Erdschicht profitiert, sondern der ganze Bereich, in dem die Rasenwurzeln sitzen (etwa 15 cm tief).
Tipp: Mit einem Durchflussmengenzähler und der Größe der beregneten Fläche kannst du berechnen, wie viel Wasser pro Quadratmeter angekommen ist.
Optimal ist es, wenn nicht nur die Grashalme feucht aussehen, sondern der Boden richtig nass ist. Ob der Rasen nass genug ist, prüfst du einfach mit der flachen Hand: Gibt der Boden ein wenig nach und fühlt sich elastisch an, hast du genug gegossen.
Als Faustformel gelten 10-15 Liter pro Quadratmeter. Bei dieser Menge reicht es, wenn du nur 1-2 Mal pro Woche bewässerst.
Trockner Boden hingegen ist sehr hart und sollte weiter beregnet werden.
Zu welcher Tageszeit sollte ich meinen Rasen bewässern?
Wichtig ist: Stell den Rasensprenger nicht in der prallen Mittagssonne auf. Ein großer Teil des Wassers verdunstet dann, bevor es überhaupt im Boden ankommt.
Das ist nicht besonders effektiv, und die eigene Wasserrechnung freut sich auch nicht.
Am besten bewässerst du deinen Rasen früh am Morgen. Das hat zwei Vorteile:
- Das Wasser kommt dort an, wo es hilft: im Boden. Und die Halme trocknen im Laufe des Tages ab. Abendliches Gießen lässt den Rasen über Nacht nass und fördert Pilzkrankheiten.
- Du gibst dem Rasen die Kraft, die nächste Trockenperiode zu bewältigen oder die Folgen der vergangenen Sonnenstunden auszugleichen.
Zusätzlich stärkt der richtige Rasendünger deinen Rasen bei diesen Strapazen.


