Kaufberatung

Rasengittersteine aus Beton oder Kunststoff? + Tipps & Tricks zum Verlegen

Bastian Behrens Aktualisiert am 30. Dezember 2023 4 Min. Lesezeit
Rasengittersteine aus Beton oder Kunststoff?

Unter Rasengittersteinen versteht man meist rechteckig verlegte Pflastersteine, welche in der Mitte mit einer grün bewachsenen Aussparung versehen sind. Oftmals findet man diese praktischen Steine auf Einfahrten, Parkplätzen oder in Vorgärten. 

Sie eignen sich auch für befahrene Flächen, wenn Material und Unterbau stimmen, und lassen sich mit etwas Vorarbeit gut selbst verlegen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Was sie sind: Pflastersteine oder Waben mit begrünten Kammern, befahrbar und trotzdem wasserdurchlässig.
  • Beton: sehr belastbar, günstig und in jedem Baumarkt erhältlich, ideal für Auffahrt und Parkplatz, aber schwer und mit viel sichtbarem Beton.
  • Kunststoff (Rasenwaben): leicht, viel Grün, einfach zuzuschneiden, eher für Geh- und Radwege als für Dauerparkplätze.
  • Unterbau: 30 bis 50 cm ausheben, verdichten, 20 cm Kies (16/32) und darauf Lavasplitt-Sand mit Mutterboden.
  • Verlegen: Betonsteine mit etwa 3 mm Abstand setzen, einklopfen, Kammern verfüllen, abrütteln und einsäen.

Was macht Rasengittersteine so besonders?

Rasengittersteine bieten für alle Haus- und Gartenbesitzer eine ideale Symbiose aus stabilen Geh- und Fahrwegen und einer ökologisch schonenden Pflasterung. Durch die Grünflächen zwischen den einzelnen Steinen wird nicht nur mehr Natur vors Haus gebracht, sondern auch dafür gesorgt, dass Regenwasser ganz ungehindert abfließen kann. 

Das Besondere an Rasengittersteinen ist, dass sie trotz der Begrünung auch von schweren Fahrzeugen befahren werden können. Einen Zweitonner solltest du zwar nicht dauerhaft darauf parken, tägliches Auf- und Abfahren macht dem Rasen und dem Substrat aber nichts aus.

Beton oder Kunststoff? Das ideale Material

Rasengittersteine gibt es in der Regel aus Kunststoff oder aus Beton. Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile.

Rasengittersteine aus Beton: Vorteile und Nachteile

Die klassische Variante aus Beton eignet sich für alle, die zum Beispiel die Auffahrt oder den Parkplatz pflastern möchten. Anders als die Kunststoff-Alternative halten die Steine deutlich größere Belastungen aus, ohne abzusacken oder sich zu verschieben. Auch nach langer Nutzung zeigen sie kaum Verschleißspuren.

Wer beim Verlegen der Steine einen entsprechenden Service engagiert oder sich nicht vor körperlicher Arbeit sträubt, kann die Betonsteine mit den acht Kammern in nahezu jedem Baumarkt finden. Auch das Verlegen ist mit der richtigen Vorarbeit und durch die angepassten Formen der Steine kein Problem. 

Vorteile von Beton

  • preiswerter als durchgehende Bepflasterung 
  • sehr belastbar (auch durch Autos) 
  • langlebig
  • in jedem Baumarkt zu kaufen 
  • leicht selbst zu verlegen 

Nachteile von Beton

  • teils unangenehmes Laufgefühl 
  • weniger Grünfläche & große Betonstege
  • höheres Gewicht 

Rasengittersteine aus Beton werden vor allem für Parkplätze und befahrene Flächen genutzt, weil sie sehr belastbar sind. Achte aber darauf, dass die Erde in den Zwischenräumen nach längerer Nutzung nicht absackt. Sonst bleibt man beim Gehen leicht an den harten Stegen hängen, und das Laufen wird auf Dauer unangenehm.

Rasengittersteine aus Kunststoff: Vorteile und Nachteile

Spricht man von Rasengittersteinen aus Kunststoff, sind selten die genauen Gegenstücke zu den Steinen aus Beton gemeint. Zwar gibt es diese Kunststoffsteine mit dem Öse-Klick-System auch zu kaufen, meist sind hier aber Rasenwaben gemeint. Diese sind meist größer als einzelne Rasengittersteine und können ebenfalls leicht miteinander verbunden werden. 

Zwar können Rasengittersteine aus Kunststoff nicht besonders starken Belastungen standhalten und sind damit eher für Geh- und Fahrradwege geeignet als für oft und stark befahrene Straßen oder Parkplätze, allerdings halten sie hier auch lange stand. 

Vorteile von Kunststoff

  • Geringes Gewicht, einfacher zu verlegen 
  • Viel Begrünung, wenig Zwischenflächen
  • Erde trocknet nicht aus, da kein Beton verlegt ist 
  • Einfach auf eigene Bedürfnisse zuzuschneiden 

Nachteile von Kunststoff

  • Höhere Anschaffungskosten 
  • Teils weniger hohen Belastungen auszusetzen

Damit du die Kunststoff-Variante genauso nutzen kannst wie die Steine aus Beton, informier dich vor dem Kauf über Breite, Tragfähigkeit und Material.

So verlegst du Rasengittersteine

Damit Rasengittersteine möglichst lang genauso fest und sicher liegen, ist die Vorarbeit vom Verlegen von besonderer Wichtigkeit. Hier wird der Boden zunächst 30-50 cm tief ausgehoben, mit einer Walze platt gemacht und mit Kantensteinen umrahmt. 

Auf die gewalzte Fläche wird nun 20 cm Kies in der Körnung 16/32 gegeben. Nun wird hierauf eine Schicht aus Lavasplitt mit Sand (2/3) und Mutterboden (1/3) gegeben, wo sich später die Wurzeln des Rasens bilden werden. 

Nun werden die Steine, solange sie aus Beton sind, mit einem Abstand von 3 Millimetern aneinandergelegt, mit einem Gummihammer eingeklopft und erneut mit dem Substrat aus Lavasplitt, Sand und Mutterboden ausgestreut. Dieses wird nun mit einem Holzstück verdichtet. 

Zum Schluss rüttelst du die verlegte Fläche ab, tauschst beschädigte Steine aus und säst den Rasen ein. Damit er gut wächst, musst du ihn ausreichend bewässern und düngen.

Foto: Martín Damian Monterisi / iStockphoto.com

Bastian Behrens

Geschrieben von Bastian Behrens

Ich pflege meinen eigenen Rasen mit Leidenschaft und zeige hier seit 2013, wie er dicht, grün und unkrautfrei wird. Mehr als eine Million Menschen haben meine Ratschläge schon gelesen, mein Buch zu Unkraut im Rasen wurde über 2.000-mal verkauft. Mehr über mich