Anthbot M5 LiDAR: Meine Erfahrungen nach 8 Wochen im Garten
Anzeige — dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Anthbot.

Ein Mähroboter, der ohne Begrenzungsdraht, ohne RTK-Antenne und ohne freien Blick zum Himmel auskommt: Das verspricht der Anthbot M5 LiDAR. Seit über acht Wochen zieht er bei mir auf rund 200 m² seine Bahnen. Unterm Strich fallen meine Erfahrungen positiv aus, an zwei Stellen hat er mich aber genervt, und die solltest du kennen, bevor du Geld ausgibst.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Technik: Navigation per 360-Grad-LiDAR und zwei Kameras, ohne RTK und ohne Draht, für Flächen bis 500 m², Schnitthöhe 3 bis 7 cm, 869 Euro.
- Stärken: startet auch ohne freien Himmel, kartiert den Garten selbstständig, sauberes Schnittbild, umfährt Hindernisse zuverlässig.
- Schwächen: Auf ebenerdige Kantsteine fährt er nicht, an herausstehenden Randsteinen hält er je nach Einstellung zu viel Abstand oder schrammt am Stein entlang, an Mauern bleibt ein Streifen von 9 bis 10 cm stehen. Dazu ist die Kanten-Einstellung in der App versteckt und der Fahrantrieb hörbar laut.
- Akku: Meine 200 m² schafft er in einem Durchgang, für das Kreuzmähen im Schachbrettmuster braucht er eine Ladepause.
- Fazit: gute Wahl für kleine bis mittelgroße, verwinkelte oder verschattete Gärten. Den Rasentrimmer brauchst du weiterhin.
Was steckt technisch im Anthbot M5 LiDAR?
Der M5 LiDAR ist für Flächen bis 500 m² gedacht, meine 200 m² liegen also locker im grünen Bereich. Navigiert wird über einen rotierenden 360-Grad-LiDAR-Sensor auf dem Dach, ergänzt durch zwei Kameras mit 150 Grad Sichtfeld. Anthbot nennt das Dual Vision.
Der entscheidende Unterschied zu vielen Konkurrenten ist die fehlende RTK-Antenne. Der Mäher braucht kein Satellitensignal, sondern orientiert sich an der Geometrie deines Gartens. Für alle mit Bäumen, hohen Hauswänden oder schmalen Schluchten zwischen Gebäuden kann genau das den Ausschlag geben.

Der LiDAR-Sensor tastet die Umgebung per Laser ab, eine Antenne braucht der M5 nicht.
Geschnitten wird über eine 20 cm breite Scheibe mit fünf Klingen. Die Schnitthöhe stellst du per App zwischen 3 und 7 cm ein, einen Drehknopf am Gerät gibt es dafür nicht. Anthbot gibt die Flächenleistung mit bis zu 150 m² pro Stunde an. Steigungen bis 45 Prozent (24 Grad) soll er schaffen, Kanten bis 3 cm Höhe überfährt er.
Dazu kommen ein Regensensor, Schutz nach IPX6 gegen Strahlwasser, ein angegebener Geräuschpegel von maximal 58 Dezibel im Standardmodus, 4G-Anbindung und Updates über die Luft. Im offiziellen Store kostet er 869 Euro, Anthbot gibt drei Jahre Garantie und 30 Tage Rückgaberecht.
| Merkmal | Anthbot M5 LiDAR |
|---|---|
| Empfohlene Fläche | bis 500 m² |
| Navigation | 360-Grad-LiDAR + zwei Kameras (150 Grad) |
| Schnittbreite | 20 cm, fünf Klingen |
| Schnitthöhe | 3 bis 7 cm, per App |
| Flächenleistung | bis 150 m² pro Stunde (Herstellerangabe) |
| Steigung | bis 45 Prozent (24 Grad) |
| Lautstärke | max. 58 dB im Standardmodus (Herstellerangabe) |
| Schutzklasse | IPX6 |
| Preis | 869 Euro, 3 Jahre Garantie |
Einrichtung: Erst das Firmware-Update, dann der Rasen
Nach dem Auspacken wartet die erste Pflichtübung, das Firmware-Update. Das ist bei diesen Geräten inzwischen Standard und kein Grund zur Sorge, einplanen solltest du es aber, wenn du am Samstagmorgen sofort loslegen willst.
Bei mir lief das Update komplett über die App, ohne Kabel und ohne PC. Hinstellen, mit der App verbinden und warten, mehr war nicht nötig. Das hat Anthbot sauber gelöst.
Die Ladestation: Standort frei wählbar
Bei der Ladestation zeigt sich, was der Verzicht auf RTK im Alltag bringt. Beim Genie 800 musste die Antenne direkt neben die Station und brauchte freien Himmel. Die Station stand deshalb nicht dort, wo ich sie haben wollte, sondern dort, wo das Signal reichte. Beim M5 LiDAR gibt es diese Abhängigkeit nicht. Seine Station steht bei mir unter den Hochbeeten, überdacht und ohne Blick nach oben, also genau an der Stelle, an der sie am wenigsten stört.

Kein freier Himmel über der Ladestation: Für den M5 LiDAR ist das kein Problem.
Den Weg zurück findet er zuverlässig, sowohl bei leerem Akku als auch, wenn der Regensensor anschlägt. Ein Andockproblem hatte ich in acht Wochen kein einziges Mal, er fährt sauber auf die Bodenplatte und trifft die Ladekontakte.
Ein paar Dinge erleichtern dir den Aufbau. Stell die Station auf ebenen, festen Untergrund und lass davor etwas Platz, damit der Mäher gerade einfahren kann. Leg das Stromkabel so, dass er nicht darüberfahren muss. Ein Dach über der Station hält Sonne, Laub und Regen von Kontakten und Gehäuse fern. Steht sie nicht ohnehin geschützt wie bei mir, lohnt sich eine Garage für den Mähroboter, Anthbot bietet für die M-Serie eine eigene an.
Die Kartierung: kurioser Weg, gutes Ergebnis
Ich habe den Mäher bewusst an unserem schwierigsten Punkt gestartet, unterhalb der Hochbeete, wo es eng wird und die Sicht nach oben praktisch weg ist. Genau dort hatte ich bei anderen Geräten schon Probleme. Der M5 LiDAR fuhr von dort ohne Suchen und ohne Abbruch los.
Das ist der echte Vorteil von LiDAR. Der Mäher navigiert ausschließlich über Laser und Kamera, ob über ihm freier Himmel ist oder ein Hochbeet, eine Hauswand oder eine Baumkrone, spielt keine Rolle. Ein RTK-Gerät sucht an so einer Stelle erst mal minutenlang nach Empfang oder fährt gar nicht los. Der M5 tastet einfach seine Umgebung ab und legt los.
Beim Zuschauen habe ich mich allerdings mehr als einmal gefragt, was er da eigentlich treibt. Er fährt wirklich kuriose Wege, kreuz und quer über die Fläche, mal hierhin, mal dorthin, und eben nicht systematisch am Rand entlang, wie man es erwarten würde. Wer daneben steht, denkt zwischendurch, das kann nichts werden.
Am Ende hatte er die komplette Fläche trotzdem kartiert. Effizient war der Weg dorthin nicht, das Ergebnis schon: Die Karte saß nach dem ersten Durchgang an den allermeisten Stellen dort, wo sie hingehört.

Die selbst erstellte Karte in der App, der dunklere Bereich ist schon gemäht.
Für mich ist das der Prüfstein bei einem LiDAR-Mäher. Wenn er schon auf die Antenne verzichtet, muss er die Karte selbst und akkurat hinbekommen. Wer schon mal eine halbe Stunde damit verbracht hat, eine Karte von Hand nachzuziehen, weiß, was das wert ist.
Wie mäht der M5 LiDAR in der Praxis?
Schnittbild und Mähwerk überzeugen
Das Schnittbild sieht richtig gut aus: gleichmäßig, sauber, ohne die typischen stehen gebliebenen Büschel mitten in der Fläche.
Der Motor für den Mähteller dreht schön schnell und arbeitet zuverlässig. Man hört und sieht, dass da genug Kraft anliegt, auch wenn das Gras nach ein paar Regentagen mal etwas länger steht. Ein Mähwerk, das beim ersten feuchten Halm in die Knie geht, ist mir in der Vergangenheit schon untergekommen, beim M5 LiDAR war davon nichts zu merken.

Fünf Klingen auf einer 20 cm breiten Scheibe.
Drehung auf der Stelle: akkurate Bahnen
Der M5 dreht sauber auf der Stelle. Das klingt nach einer Nebensache, entscheidet aber, ob du ordentliche Parallelbahnen bekommst oder einen Rasen, der aussieht, als hätte jemand mit dem Lineal danebengezielt.
Weil er beim Wenden nicht ausholt, bleiben die Bahnen eng beieinander und er fährt sie präzise ab. Auf meinen 200 m² mit mehreren Ecken zahlt sich das aus.
Hindernisse und Regen: beides sitzt
Die Navigation rund um Hindernisse funktioniert einwandfrei. Gartenstühle, Spielzeug, der Grill: Er erkennt sie, umfährt sie und macht danach da weiter, wo er aufgehört hat. Kollisionen mit Dingen, die mitten auf dem Rasen stehen, hatte ich keine.

Die Kameras vorn erkennen Hindernisse wie Gartenmöbel und Spielzeug.
Der Regensensor tut ebenfalls, was er soll, und zwar nicht erst bei Dauerregen, sondern schon, wenn es anfängt zu tröpfeln. Der Mäher dreht ab und fährt zur Ladestation. Genau so möchte ich das haben, denn nasses Mähen macht weder dem Rasen noch dem Gerät Freude.
Insgesamt mäht der Roboter zuverlässig und angenehm, ich muss ihm nicht hinterherlaufen. Genau dafür stellt man sich so ein Gerät überhaupt in den Garten.
Der Akku: hier ist die Grenze
Der erste Wermutstropfen ist der Akku, er dürfte gerne größer sein.
Meine 200 m² schafft er in einem Durchgang, aber eben nur einmal. Sobald ich ihn im Schachbrettmuster fahren lasse, also die Fläche ein zweites Mal quer dazu, braucht er zwischendurch einen Ladevorgang.
Für ein wirklich sauberes Ergebnis ist genau dieses Kreuzmähen Gold wert, weil die Halme aus zwei Richtungen geschnitten werden und der Rasen dichter aussieht. Dass er dafür eine Pause einlegen muss, ist schon auf 200 m² spürbar.
Rechne also großzügig, denn wenn du an der 500-m²-Grenze kratzt, planst du besser mit mehreren Ladezyklen pro Mähvorgang.
Das Fahrgeräusch: schon wieder dieses Thema
Beim Schneiden hörst du fast nichts, beim Fahren schon. Der Antriebsmotor ist hörbar lauter, als ich es von einem Gerät erwarte, das dezent im Hintergrund arbeiten soll. Das ärgert mich doppelt, weil ich genau das schon beim Anthbot Genie 800 kritisiert hatte. Anthbot hat hier offenbar noch nicht nachgebessert.
Die 58 Dezibel, die der Hersteller angibt, beziehen sich auf den Standardmodus. Gefühlt ist das Fahrgeräusch der lauteste Teil am ganzen Gerät.

Laut, aber schonend: Die Antriebsräder hinterlassen keine Drucklöcher.
Am Fahrwerk selbst gibt es nichts zu meckern. Er läuft ruhig über die Fläche, hoppelt nicht und hinterlässt keine Drucklöcher im Rasen.
Die größte Schwachstelle: Randsteine und Kantenmähen
In meinem Garten gibt es zwei Sorten Kanten: ebenerdig verlegte Kantsteine als Mähkante und Randsteine, die halb aus dem Beet herausschauen. Ein guter Mähroboter behandelt beide unterschiedlich. Über ebenerdige Steine fährt er einfach drüber, an hohen Steinen hält er gerade so viel Abstand, dass er sie nicht berührt. Der M5 LiDAR schafft weder das eine noch das andere.

Zwischen Rasen und Beet liegen ebenerdige Kantsteine, daneben steht der Beetrand hoch: An beiden Kanten bleibt Gras stehen.
Ebenerdige Kantsteine: Er traut sich nicht drauf
Eine Mähkante liegt auf Höhe der Grasnarbe, damit der Mäher mit einem Rad darauf fahren und das Gras bis zum letzten Halm erwischen kann. Genau das macht der M5 LiDAR nicht. Er behandelt die Kantsteine wie ein Hindernis, bleibt davor und lässt einen Streifen stehen. Dabei würde nichts passieren, wenn er drüberfährt: Die Steine liegen flach im Boden, und Kanten bis 3 cm Höhe überfährt er laut Hersteller ohnehin.

Die Kantsteine liegen ebenerdig, trotzdem fährt der M5 LiDAR nicht drauf.
Wer eine Mähkante aus Rasenkantensteinen extra für den Mäher verlegt hat, verschenkt beim M5 LiDAR also genau den Vorteil, für den sie da ist.
Hohe Randsteine, Sensibilität auf Mittel: zu viel bleibt stehen
Bei den Randsteinen am Beet hängt das Ergebnis von der Hindernis-Sensibilität in der App ab. Stellst du sie auf „Mittel“, hält der Mäher einen deutlich zu großen Abstand. Am Rand bleibt sichtbar einiges stehen.
Du bekommst also einen schön gemähten Rasen mit einem grünen Saum drumherum, den du mit dem Rasentrimmer nacharbeiten darfst. Genau das wollte ich mir durch einen Mähroboter eigentlich sparen.
Hohe Randsteine, Sensibilität auf Leicht: er schrammt dran entlang
Stellst du auf „Leicht“, passiert das Gegenteil. Dann fährt er teilweise gegen die Randsteine und scheuert an ihnen entlang, ohne es selbst zu merken.
Für das Mähergebnis ist das besser, für mein Gefühl beim Zuschauen deutlich schlechter. Ein Gerät mit zwei Kameras sollte nicht dauerhaft an einem Stein schleifen und einfach weitermachen.
Richtig wäre: Er erkennt über die Kamera, dass dort ein hoher Stein steht, und fährt so dicht heran, wie es ohne Berührung geht. Nicht weiter, aber eben auch nicht dreißig Zentimeter davor stoppen. Technisch ist das machbar. Der TerraMow V600 hat bei mir hohe Steine an der Kante zuverlässig erkannt und nie berührt, obwohl ich in der App eingestellt hatte, dass er über die Rasenkante hinausfahren soll.
An Mauern bleiben 9 bis 10 cm stehen
An Mauern und hohen Kanten bleibt bei mir ein Streifen von ungefähr neun bis zehn Zentimetern stehen. Das liegt daran, dass das Mähwerk mittig sitzt und nicht bis an die Gehäusekante reicht.

Der Mähteller sitzt mittig unter dem Gehäuse, deshalb erreicht er den Rand nicht.
Für dich heißt das: Plane den Trimmer ein. Wie oft du ihn brauchst, hängt davon ab, wie viele Kanten dein Garten hat.
Die Kanten-Einstellung ist in der App zu gut versteckt
Dazu kommt ein Bedienthema. Die Einstellung, mit der du festlegst, wie weit der Mäher über die Kante hinausfährt, ist in der App schlecht eingebaut. Sie liegt so tief im Menü, dass man erst mal suchen muss.
Dabei ist das bei einem Mähroboter ohne Draht eine der wichtigsten Stellschrauben überhaupt. So etwas gehört nach vorne und braucht eine verständliche Erklärung, statt in einem Untermenü zu verschwinden.
Was ich nicht prüfen konnte
Zwei Punkte konnte ich in meinem Garten nicht ausreichend testen. Wenn sie auf deinen Garten zutreffen, nutz die 30 Tage Rückgaberecht, um genau das auszuprobieren.
- Mehrere Zonen: Ich fahre bei mir nur eine einzige Zone. Wie flexibel sich mehrere getrennte Flächen einrichten lassen, kann ich deshalb nicht beurteilen.
- Flache Hindernisse: Ein vergessener Gartenschlauch oder ein Kabel lag bei mir bisher nie im Weg. Ob er so etwas genauso sicher erkennt wie einen Gartenstuhl, weiß ich nicht. Schau vor dem Mähen kurz über die Fläche.
Anthbot M5 LiDAR oder Genie 800?
Ich hatte beide Geräte hier, deshalb lohnt sich der direkte Vergleich mit dem Schwestermodell aus meinem Test des Anthbot Genie 800.
Der größte Unterschied liegt in der Navigation. Der Genie 800 arbeitet mit Full-Band-RTK und empfängt dafür alle 22 Satellitenfrequenzbänder, dazu kommen vier KI-Kameras mit 300 Grad Sichtfeld. Der M5 LiDAR verzichtet komplett auf Satelliten und tastet stattdessen mit dem Laser die Umgebung ab, unterstützt von zwei Kameras.
Das hat in der Praxis handfeste Folgen. Beim Genie 800 war die Platzierung der RTK-Antenne für mich die größte Hürde: Sie muss in die Nähe der Ladestation, und bei mir war der Empfang zwischen den Hauswänden zu schwach. Ich musste einen offeneren Standort suchen. Beim M5 LiDAR fällt dieses Problem komplett weg, er startet sogar unterhalb der Hochbeete. Ist dein Garten verschattet oder eng bebaut, ist das der entscheidende Vorteil.
Bei der Fläche dreht sich das Verhältnis um. Der Genie 800 ist für 800 m² ausgelegt und schafft laut Hersteller bis zu 1.500 m², der M5 LiDAR ist mit 500 m² klar der Kleinere. Auch beim Akku merkst du diesen Klassenunterschied deutlich.
Beim Kantenschnitt hat der Genie 800 die Nase vorn. Sauber einkartiert fährt er zentimetergenau an Steinkanten entlang, das gehört zum Besten, was ich bisher gesehen habe. Dafür punktet der M5 LiDAR bei der Kartierung: Beim Genie 800 musste ich die Karte von Hand nacharbeiten, beim M5 saß sie an den meisten Stellen direkt.
Das Fahrgeräusch stört mich bei beiden gleichermaßen. Preislich liegen sie fast gleichauf, 849 Euro UVP beim Genie 800, 869 Euro beim M5 LiDAR. Die Entscheidung fällt also nicht über den Geldbeutel, sondern über deinen Garten.
| Anthbot M5 LiDAR | Anthbot Genie 800 | |
|---|---|---|
| Navigation | LiDAR + zwei Kameras | Full-Band-RTK + vier Kameras |
| Antenne nötig | nein | ja, mit freiem Himmel |
| Empfohlene Fläche | bis 500 m² | bis 800 m² |
| Kartierung | saß bei mir an den meisten Stellen direkt | musste ich von Hand nacharbeiten |
| Kantenschnitt | fährt nicht auf Kantsteine, Streifen bleibt stehen | zentimetergenau an Steinkanten |
| Fahrgeräusch | hörbar laut | hörbar laut |
| Preis | 869 Euro | 849 Euro UVP |
Hast du freien Himmel und eine größere Fläche mit klaren Rasenkanten, nimm den Genie 800. Bei einem kleineren Garten mit vielen Ecken oder Schatten, in dem RTK zickt, ist der M5 LiDAR die bessere Wahl.
Was ich mir vom M5 LiDAR noch wünsche
Vier Dinge würde ich Anthbot gerne mitgeben.
Bessere Steuerung am Rand. Das ist mein Hauptpunkt. Ebenerdige Kantsteine einfach überfahren, an hohen Steinen so dicht heran, wie es ohne Berührung geht.
Mehr Intelligenz aus der Kamera. Die Hardware sitzt schon im Gerät. Die Kameras sollten erkennen, dass dort etwas Hohes steht, und die Fahrspur so anpassen, dass er nichts berührt und trotzdem alles mäht. Das ist eine Software-Aufgabe, und weil Anthbot Updates über die Luft ausliefert, könnte die Lösung mit dem nächsten Firmware-Stand kommen.
Einen größeren Akku, damit auch das Kreuzmähen ohne Zwischenstopp durchläuft.
Die Karte bei jeder Fahrt neu aufbauen. Das ist mein größter Wunsch, und ich glaube, er würde das Gerät auf ein anderes Level heben. Ein Saugroboter macht es vor: Er scannt bei jeder Fahrt neu und merkt, wenn ein Stuhl umgestellt wurde.
Genau das fehlt mir hier. Wenn die Gartenliege mal ihren Platz tauscht oder ich ein Beet umbaue, müsste der Mäher das selbst mitbekommen und die Karte anpassen. Der LiDAR-Sensor scannt während der Fahrt ohnehin ständig, die Daten wären also da. In die gespeicherte Karte fließen sie bei mir aber nicht ein.
Für einen Garten, der sich über die Saison verändert, wäre das ein enormer Komfortgewinn. Und für mich der eigentliche Grund, einen Laser statt einer Antenne zu verbauen.
Fazit: Ein guter Mäher mit zwei klaren Baustellen
Nach acht Wochen ist mein Urteil eindeutig: Der Anthbot M5 LiDAR macht das, wofür man ihn kauft. Er fährt zuverlässig los, findet sich auch an schwierigen Stellen zurecht, liefert ein sauberes Schnittbild und umfährt Hindernisse ohne Drama. Am meisten überzeugt hat mich die automatische Kartierung. Er fährt dabei zwar kreuz und quer, am Ende steht aber die komplette Fläche auf der Karte.
Dass er ganz ohne Antenne auskommt, ist für Gärten mit Bäumen, Hochbeeten oder engen Ecken das stärkste Argument. Genau dort steigen RTK-Geräte gerne mal aus, und der M5 LiDAR fährt einfach weiter.
Bleiben die Kanten und der Akku. Den Trimmer wirst du weiterhin brauchen, und wenn du im Schachbrettmuster mähen willst, plane eine Ladepause ein. Beides sind keine Ausschlusskriterien, aber du solltest es vorher wissen.
Vorteile
- startet ohne Antenne und ohne freien Himmel, auch an verschatteten Stellen
- kartiert den Garten selbstständig, die Karte saß fast überall auf Anhieb
- sauberes Schnittbild, kräftiges Mähwerk
- umfährt Hindernisse zuverlässig
- Regensensor reagiert schon bei den ersten Tropfen
- keine Drucklöcher im Rasen
Nachteile
- fährt nicht auf ebenerdige Kantsteine, obwohl sie als Mähkante gedacht sind
- an Mauern und hohen Kanten bleibt ein Streifen von 9 bis 10 cm stehen
- an herausstehenden Randsteinen je nach Einstellung zu viel Abstand oder Schrammen am Stein
- Kanten-Einstellung tief im App-Menü versteckt
- Fahrantrieb hörbar laut
- Akku reicht nicht für Kreuzmähen ohne Ladepause
Für 869 Euro bekommst du viel Technik und einen Mäher, der dir die Woche über wirklich Arbeit abnimmt. Wenn dein Garten klein bis mittelgroß, verwinkelt oder verschattet ist und du keine Lust auf die Suche nach einem Antennenstandort hast, greif zu. Die 30 Tage Rückgaberecht nutzt du dann, um genau die Kantenfrage in deinem eigenen Garten zu testen.

Anthbot M5 LiDAR
Mähroboter ohne Draht und ohne Antenne für kleine bis mittelgroße Gärten. Stark bei Kartierung und Hinderniserkennung, an Kanten bleibt ein Streifen für den Trimmer.
- Fläche
- bis 500 m²
- Navigation
- LiDAR + 2 Kameras
- Schnitthöhe
- 3–7 cm
- Steigung
- bis 45 %
* Werbelink. Preis kann sich ändern.
Falls Anthbot beim Randmähen per Software nachlegt, wird aus einem guten Mäher schnell ein richtig guter.
* Werbelink — ich erhalte ggf. eine Provision, wenn du darüber einkaufst. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Häufige Fragen zum Anthbot M5 LiDAR
Braucht der Anthbot M5 LiDAR eine RTK-Antenne?
Nein, der M5 LiDAR navigiert ausschließlich über den 360-Grad-LiDAR-Sensor und zwei Kameras. Du brauchst weder eine Antenne noch ein Begrenzungskabel noch freien Blick zum Himmel. Deshalb startet er auch an verschatteten oder überdachten Stellen zuverlässig.
Für welche Gartengröße eignet sich der M5 LiDAR?
Anthbot empfiehlt ihn für Flächen bis 500 m². Auf meinen rund 200 m² kommt er gut durch, für einen zweiten Durchgang im Schachbrettmuster braucht er aber eine Ladepause. Bei deutlich größeren Flächen greifst du besser zum Anthbot Genie 800 oder einem anderen größeren Modell.
Wie gut ist das Kantenmähen beim Anthbot M5 LiDAR?
Das ist seine Schwachstelle. Weil das Mähwerk mittig sitzt, bleibt an Mauern und hohen Kanten ein Streifen von rund neun bis zehn Zentimetern stehen. Ebenerdige Kantsteine, die als Mähkante gedacht sind, überfährt er nicht, sondern bleibt davor. An herausstehenden Randsteinen bleibt je nach Einstellung zu viel stehen oder der Mäher schrammt am Stein entlang. Einen Rasentrimmer brauchst du weiterhin.
Mäht der M5 LiDAR bei Regen weiter?
Nein, der Regensensor greift zuverlässig und schickt ihn zur Ladestation, auch wenn es gerade erst anfängt zu tröpfeln. Das Gehäuse ist nach IPX6 gegen Strahlwasser geschützt.
Fährt der M5 LiDAR über ebenerdige Kantsteine?
Bei mir nicht. Ebenerdig verlegte Kantsteine, die genau als Mähkante gedacht sind, behandelt er wie ein Hindernis und bleibt davor stehen. Am Rand bleibt dann ein Streifen Gras, den du mit dem Trimmer nacharbeiten musst.


