Anthbot Genie 800 im Test: Meine Erfahrungen nach mehreren Wochen

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Anthbot Genie 800 im Test - Unsere Erfahrungen
Autor Bastian Behrens

Bastian Behrens

#Rasenfreak, #SchönerRasen, #AusLiebeZumRasen

Der Anthbot Genie 800 gehört zur neuen Generation kabelloser Mähroboter — kein Begrenzungsdraht, Navigation per RTK und vier KI-Kameras. Klingt gut auf dem Papier. Aber wie schlägt er sich wirklich im Alltag? Ich habe ihn mehrere Wochen lang in meinem Garten laufen lassen und zeige Dir, was mich überzeugt hat — und wo noch Luft nach oben ist.

Was steckt im Anthbot Genie 800?

Bevor ich Dir von meinen Erfahrungen erzähle, kurz die wichtigsten Eckdaten — denn der Genie 800 bringt technisch einiges mit.

Er ist für Rasenflächen bis 800 m² ausgelegt, schafft laut Hersteller aber sogar bis zu 1.500 m². Die Schnittbreite beträgt 20 cm, die Schnitthöhe lässt sich zwischen 30 und 70 mm einstellen. Auf dem Mähteller arbeiten fünf Klingen, die schwimmend gelagert sind und sich so gut dem Gelände anpassen. Steigungen bis 45 Prozent Gefälle soll er problemlos bewältigen.

Was den Genie 800 von klassischen Mährobotern unterscheidet: Er arbeitet mit Full-Band-RTK, empfängt also alle 22 Satellitenfrequenzbänder gleichzeitig — das sorgt für eine zentimetergenaue Positionierung, auch unter Bäumen oder bei bewölktem Himmel. Dazu kommen vier KI-Kameras mit 300-Grad-Sichtfeld, die über 1.000 verschiedene Hindernisse in Echtzeit erkennen sollen. Den Geräuschpegel gibt Anthbot mit maximal 58 Dezibel an — in etwa so laut wie ein ruhiges Gespräch. Gegen Regen ist der Roboter mit IPX6 zertifiziert, verbindet sich per WLAN, Bluetooth und 4G, wobei das erste Jahr 4G-Nutzung inklusive ist.

Der Preis liegt bei 849 Euro UVP, aktuell ist er teils günstiger zu finden.

DE.ANTHBOT

ANTHBOT Genie

Genie 600 | 900m²
Genie 600E | 900m² | 4G
Genie 800 | 1500m² | 4G
Genie 1000 | 2000m² | 4G
Genie 3000 | 3600m² | 4G
999,00 €
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Aufbau und Installation: Einfacher als gedacht

Der Mähroboter kam gut verpackt und bereits komplett montiert bei mir an. Die RTK-Antenne musste ich nur noch zusammenstecken und die Kabel an die Ladestation anschließen. In unter einer halben Stunde war alles aufgebaut. Das Zubehör und der Aufbau sind genauso aufgebaut, wie ich es von anderen Herstellern auch schon kannte.

Dann begann meine erste Herausforderung: Die RTK-Antenne muss zwingend in der Nähe der Ladestation platziert werden — sie lässt sich nicht unabhängig davon aufstellen. Das war für mich ein echtes Problem, weil ich die Station nicht mitten auf der Rasenfläche haben wollte.

Meine erste Wahl für die RTK-Antenne war ein Platz direkt neben dem Hochbeet — die Ladestation darunter. Das Problem: Links und rechts der Antenne waren jeweils nur etwa 3 Meter Abstand zu den Hauswänden. Das hat dem RTK-Signal sichtbar geschadet, der Empfang war schlicht zu schwach für einen zuverlässigen Start. Ich musste einen offeneren Standort suchen, bis das Signal stabil genug war. Wer also plant, die Station in einer engen Ecke oder zwischen Gebäuden aufzustellen, sollte das vorab einkalkulieren.

Ein interessantes technisches Detail am Rande: Wenn der Genie 800 in der Ladestation parkt, hat die eingebaute Kamera keine Sicht nach außen. Zum initialen Starten eines Mähvorgangs braucht er deshalb zwingend ein stabiles RTK-Signal — erst wenn er sich in Bewegung befindet, kommt die Kamera richtig zum Einsatz. Das erklärt, warum der Standort der Antenne so entscheidend ist.

Anthbot Genie 800 im Test - RTK Antenne
Anthbot Genie 800 im Test – RTK Antenne

App-Einrichtung mit kleinen Startschwierigkeiten

Beim ersten Start hatte ich Probleme, den Mähroboter ins WLAN einzubinden — die App wollte nicht so wie ich. Nach einem Support-Kontakt stellte sich heraus: Ein iOS-Update hatte einen Bug verursacht. Mit dem nächsten App-Update war das Problem behoben. Der Support hat schnell reagiert, das muss ich fairerweise sagen.

Wie mäht der Anthbot Genie 800 in der Praxis?

Das Schnittbild ist wirklich beeindruckend

Der Genie 800 mäht wie eine Rasierklinge — ruhig, präzise, mit einem sauberen und gleichmäßigen Schnittbild. Die Schneidegeräusche sind dabei kaum wahrzunehmen, und das Ergebnis nach den ersten Mähvorgängen hat mich ehrlich überrascht: Der Rasen sah gepflegt und gleichmäßig aus, mit sauberen Parallelbahnen und kaum stehenden Halmen.

Besonders bemerkenswert: Er fährt – sofern sauber einkartiert – zentimetergenau an Steinkanten entlang. Das ist echte Präzisionsarbeit. Erst fährt er die kartierte Fläche in einem eingestellten Winkel ab, danach folgt eine Randfahrt für den sauberen Kantenschnitt.

Ein weiterer Punkt, der mir positiv aufgefallen ist: Die Räder haben ein durchdachtes Profil, das keine hässlichen Drucklöcher im Rasen hinterlässt. Wer schon mal einen älteren Mähroboter mit schmalen Gummirädern im Einsatz hatte, weiß, wie schnell der Rasen darunter leiden kann. Beim Genie 800 kein Thema.

Anthbot Genie 800 im Test - die 5 Klingen
Anthbot Genie 800 im Test – die 5 Klingen

Wendigkeit — einer seiner größten Vorteile

Die Vierradkonstruktion mit zwei festen Hinterrädern und zwei rotierenden Fronträdern macht den Genie 800 extrem wendig. Er kann quasi auf der Stelle wenden und kommt auch in engen Ecken gut zurecht. Für kleinere oder anspruchsvolle Gärten mit vielen Hindernissen ist das ein echter Pluspunkt. Hindernisse erkennt er dabei zuverlässig — bei mir gab es keine einzige Kollision.

Der Antriebsmotor: der einzige Wermutstropfen

Was mich hingegen stört: Der Motor für die Antriebsräder ist hörbar lauter als erwartet. Beim Schneiden selbst hört man kaum etwas, aber das Fahren fällt auf. Für einen Roboter, der seinen Job leise im Hintergrund erledigen soll, ist das ein Punkt, den Anthbot beim nächsten Modell verbessern sollte.

Anthbot Genie 800 im Test - Wunderbare Antriebsräder
Anthbot Genie 800 im Test – Wunderbare Antriebsräder

Die App: gut durchdacht, mit Verbesserungspotential

Die App macht insgesamt einen guten und modernen Eindruck. Schnitthöhe einstellen, Mährichtung anpassen, Kantenmähbetrieb aktivieren oder deaktivieren — das alles ist logisch aufgebaut. Bis zu 20 individuelle Mähzonen lassen sich einrichten, für jede Zone können eigene Mähzeiten festgelegt werden. Die Karte lässt sich nachträglich bearbeiten, was praktisch ist, wenn man nach einigen Wochen merkt, dass er an bestimmten Stellen noch nacharbeiten muss.

Kleinere Übersetzungsfehler sind noch vorhanden — wer schon mal ein Gerät eines asiatischen Herstellers genutzt hat, kennt das. Stört nicht wirklich, fällt aber auf. Regelmäßige Firmware-Updates lassen erwarten, dass Anthbot hier nachbessert.

Automatisches Kartieren: mit Geduld angehen

Das automatische Mapping hat mich etwas überrascht. Der Mähroboter ist fleißig kreuz und quer durch den Garten gefahren, hat aber keine sauberen Kanten und Abschnitte auf Anhieb erfasst. Ich musste die Karte manuell nacharbeiten. Wer mehrere getrennte Flächen hat, sollte dafür eher 20 bis 30 Minuten einplanen — aber das ist immer noch ein Bruchteil des Aufwands, den ein klassisches Begrenzungskabel bedeutet hätte.

Anthbot Genie 800 im Test - die Kameras
Anthbot Genie 800 im Test – die Kameras

Was ich mir noch wünsche

Ein Punkt liegt mir noch am Herzen, den ich Anthbot gerne mitgeben würde: Ich wünsche mir einen Modus, bei dem der Roboter Rasenkanten rein über die Kamera erkennt und sich daran entlangbewegt — ohne die Kante auch nur zu berühren. Die Technik dafür scheint vorhanden zu sein, es fehlt nur noch die Umsetzung als eigener Betriebsmodus. Das wäre für meinen Garten ein echter Gewinn.


Fazit: Klare Kaufempfehlung mit einem kleinen Vorbehalt

Der Anthbot Genie 800 ist ein Mähroboter, der hält, was er verspricht — und das für einen Preis, der angesichts der Technik fair ist. Das Schnittbild ist wunderbar, der Kantenschnitt gehört zu den besten, die ich bisher gesehen habe, die Räder schonen den Rasen, und die Wendigkeit macht ihn auch für anspruchsvollere Gärten geeignet.

Wer sich für den Genie 800 entscheidet, sollte die Einrichtung mit etwas Geduld angehen, den Standort der RTK-Antenne vorab gut planen und die Karte nach den ersten Mähvorgängen noch einmal nachbessern. Wer das berücksichtigt, bekommt einen Mähroboter, der seinen Job zuverlässig und mit einem richtig guten Ergebnis erledigt — Woche für Woche, ohne dass Du einen Finger rühren musst.

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Autor Bastian Behrens

Über den Autor

Bastian Behrens ist Gründer und Redakteur des Rasen Magazins www.rasen-experte.de. Bereits seit über 10 Jahren helfen wir Rasenbesitzern mit Informationen, Erfahrungen sowie Tipps und Tricks zur Rasenpflege. Insgesamt haben wir bereits mehreren Millionen Menschen dabei geholfen, ihren Rasen ein Stück besser zu machen.

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