Kaufberatung

Rasenmäher kaufen: Welcher Mäher zu welcher Fläche passt

Bastian Aktualisiert am 12. Oktober 2026 16 Min. Lesezeit
Welcher Rasenmäher für welchen Rasen

Welcher Rasenmäher passt, entscheidet zuerst die Fläche und danach dein Garten: Hang, Engstellen, Steckdose, Nachbarn. Die Marke kommt zuletzt, und meist ist sie weniger wichtig, als die Werbung behauptet.

Ich pflege meinen Rasen in Hamburg seit Jahren selbst, mit Elektromäher, Handspindelmäher und inzwischen mehreren Mährobotern. Die Entscheidungstabelle zur Fläche ist das, was ich jemandem sagen würde, der vor dem Regal im Baumarkt steht.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bis etwa 400 m²: ein Akku- oder Kabelmäher mit 34 bis 40 cm Schnittbreite, bis etwa 150 m² reichen 30 bis 34 cm, auf kleinen ebenen Flächen bis etwa 150 m² auch ein Handspindelmäher.
  • 400 bis 800 m²: Akkumäher mit zweitem Akku oder Benziner, 40 bis 46 cm, am Hang mit Radantrieb.
  • Über 800 m²: 46 bis 53 cm mit Radantrieb, ab etwa 1.500 m² lohnt sich ein Aufsitzmäher.
  • Mähroboter: bei fast jeder Rasengröße eine Alternative zum Schieben, auch im kleinen Garten. Erst bei um die 20 m² lohnen sich Station und Einrichtung kaum noch.
  • Für den Rasen: Der Mäher muss die Schnitthöhe deines Rasens abdecken, bei Sport- und Spielrasen 3 bis 5 cm. Spindelmäher schneiden am saubersten, viele lassen sich aber kaum höher als 4 cm stellen.
  • Marke nach Akku-System wählen: Wer schon Akkugeräte einer Marke hat, spart beim Mäher den Akku.
  • Ruhezeiten: Motormäher dürfen in Wohngebieten werktags von 7 bis 20 Uhr laufen, sonn- und feiertags nicht.

Welcher Rasenmäher für welche Fläche? Die Übersicht

Fang mit einer Zahl an: der Rasenfläche, nicht der Grundstücksgröße. Beete, Terrasse und Wege ziehst du ab. Dann entscheidest du, wie lange du mähen willst und ob der Garten Hindernisse hat.

RasenflächePassender AntriebSchnittbreiteRadantriebOder Mähroboter mit Herstellerangabe
bis etwa 150 m²Handspindelmäher, kleiner Akku- oder Kabelmäher30 bis 34 cmneinbis 250 m²
150 bis 400 m²Akku mit einem Akku oder Kabel34 bis 40 cmnein500 bis 600 m²
400 bis 800 m²Akku mit zweitem Akku, Benzin40 bis 46 cmam Hang jaum 1.000 m²
800 bis 1.500 m²Akku mit Radantrieb und Wechselakku, Benzin46 bis 53 cmja1.500 bis 2.000 m²
ab etwa 1.500 m²Aufsitzmäher oder Rasentraktormeist ab 60 cm–2.000 m² und mehr

Die Grenzen sind Spannen, keine festen Schwellen. Sie ergeben sich aus drei Dingen, die du selbst nachrechnen kannst.

Mähzeit: Im gemütlichen Schritttempo und mit ein paar Zentimetern Überlappung schafft ein 40-cm-Mäher rechnerisch rund 1.000 m² pro Stunde. Wenden, Kanten und Fangkorb leeren halbieren das in der Praxis ungefähr. Für 400 m² brauchst du also knapp eine Stunde, für 1.500 m² mit 53 cm Schnittbreite und Radantrieb rund zwei Stunden. Spätestens da wird ein Aufsitzmäher zur Erleichterung. Ein Mähroboter nimmt dir die Arbeit schon auf viel kleineren Flächen ab.

Akku: In den Tests der Stiftung Warentest reichte eine Akkuladung für etwa 200 bis 600 m². Liegt die Herstellerangabe nur knapp über deiner Fläche, plan einen zweiten Akku ein, denn hohes oder feuchtes Gras kostet Laufzeit.

Kabel: Bis etwa 400 m² rund ums Haus ist ein Kabelmäher günstig und unkompliziert. Auf größeren oder verwinkelten Flächen wird das Kabel lästig, weil du es um Bäume und Beete herumführst und ständig auf die gemähte Seite legst.

Dazu kommt der Garten selbst:

Dein GartenWas das für den Mäher heißt
Hang oder BöschungRadantrieb ab mittlerer Fläche, leichtes Gehäuse, bei hohem Gras auch Benzin mit Radantrieb
Viele Beete, schmale Durchgängelieber schmaler (34 bis 40 cm) und wendig, Kanten mit dem Rasentrimmer
Keine AußensteckdoseAkku oder Benzin
Zierrasen, kurz und ebenSpindelmäher, mit Walze für ein sauberes Schnittbild
Wenig Zeit oder keine Lust aufs MähenMähroboter, auch im kleinen Garten
Rasenkante mit Mähkante aus SteinMäher mit Heckwalze oder seitlich überstehendem Messer

Mähroboter: auch im kleinen Garten eine Erleichterung

Ein Mähroboter ist kein Gerät nur für große Grundstücke. Unser Rasen hat rund 200 m², und der Roboter nimmt uns dort das Mähen fast ganz ab. Das klappt auch auf kleineren Flächen: Die kleinsten Modelle sind für Rasen bis etwa 250 m² gebaut und passen in den Reihenhausgarten. Erst bei um die 20 m² lohnen sich Station und Einrichtung kaum noch, so ein Stück mähst du von Hand in wenigen Minuten.

Die Flächenangabe des Herstellers ist eine Obergrenze, für die der Roboter viele Stunden am Tag fahren muss. Nimm deshalb ein Modell mit Reserve: für 150 m² Rasen eines bis 250 m², für 400 m² eines mit 500 bis 600 m². Dann ist er nach ein paar Stunden fertig, und der Rasen bleibt den Rest des Tages frei.

Was er braucht: einen Platz für die Ladestation mit Stromanschluss, Durchgänge in der Breite, die das Datenblatt verlangt, und einen Rasen, auf dem kein Spielzeug liegt. An Mauern und Beeten bleibt meist ein Streifen stehen, den du mit dem Trimmer nachschneidest. Lass ihn tagsüber fahren, denn in der Dämmerung und nachts sind Igel unterwegs, die vor dem Roboter nicht weglaufen. Ein Rasenmäher im Schuppen bleibt trotzdem sinnvoll, für hohes Gras im Frühjahr und für Ecken, in die der Roboter nicht kommt.

Bei neuen Geräten entscheidet die Navigation. Welche Technik zu welchem Grundstück passt, steht im Ratgeber zum Mähroboter ohne Begrenzungskabel. Wie sich einzelne Modelle schlagen, zeigen unsere Tests zum LUBA 2 und zum TerraMow V600.

Akku, Kabel, Benzin oder Handmäher: die Antriebe im Vergleich

AntriebPasst zuStärkenSchwächen
Akkukleine bis mittlere, mit Zweitakku auch größere Gärtenleise, leicht, kein Kabel, kaum WartungLaufzeit begrenzt, Ersatzakku teuer
Kabel (Elektro)kleine Gärten nah am Hausgünstig, keine Ladezeit, leichtKabel im Weg, Reichweite begrenzt
Benzingroße Flächen, Hang, hohes GrasAusdauer, Kraft bei dichtem Graslaut, schwer, Ölwechsel und Abgase
Handspindelmäherkleine, ebene Rasen mit kurzem Grassehr leise, sauberer Schnitt, kein StromMuskelkraft, scheitert an hohem Gras
Mähroboter (Akku, fährt selbst)fast jede Rasengröße, vom Reihenhausgarten bis zum großen Grundstückmäht von allein, leise, mulchtteurer in der Anschaffung, Einrichtung nötig, Kanten bleiben oft stehen

Akku: die Wahl für die meisten Hausgärten

Der Akkumäher hat in den letzten Jahren den Kabelmäher aus vielen Gärten verdrängt. Er ist ähnlich leicht, startet auf Knopfdruck und lässt dich ohne Kabel um jeden Baum herum mähen. Die Stiftung Warentest hat im Heft 4/2025 sogar keine Benziner mehr geprüft, weil sie inzwischen das kleinste Marktsegment sind.

Vorteile

  • leise, du kannst dich beim Mähen unterhalten
  • kein Kabel, kein Benzin, kein Ölwechsel
  • Akku passt bei Systemmarken auch in andere Gartengeräte

Nachteile

  • Laufzeit begrenzt, bei großen Flächen brauchst du einen zweiten Akku
  • Akku altert und kostet beim Ersatz viel Geld
  • bei hohem, nassem Gras geht ihm schneller die Kraft aus

Schau beim Vergleich auf die Wattstunden: Volt mal Amperestunden. Ein 36-Volt-Mäher mit zwei 18-Volt-Akkus zu je 4 Ah hat zum Beispiel 144 Wh an Bord. Je mehr, desto weiter kommst du mit einer Ladung.

Kabel: günstig und ausdauernd, solange die Steckdose nah ist

Ein Kabelmäher läuft, solange Strom kommt. Er ist meist das günstigste Gerät, laut Stiftung Warentest liegen Kabelmäher bei etwa 100 bis 250 Euro. Gut abgeschnitten hat in den 2025 neu geprüften Kabelmähern allerdings nur der Gardena PowerMax 1800/37 G2. Beim Kabelmäher lohnt sich deshalb der Blick in den aktuellen Test.

Vorteile

  • günstig in der Anschaffung
  • keine Ladezeit, kein Akku, der altert

Nachteile

  • Kabel muss ständig auf die gemähte Seite
  • unpraktisch auf großen und verwinkelten Flächen

Benzin: für große Flächen und schwieriges Gras

Ein Benziner zieht durch dichtes, hohes oder feuchtes Gras, wo Akkumäher in die Knie gehen. Er braucht keine Steckdose und keine Ladepause. Dafür ist er schwer, laut und will gewartet werden: Öl nach Bedienungsanleitung wechseln, bei vielen Geräten einmal pro Saison, dazu Luftfilter und Zündkerze. Die Abgase atmest du direkt hinter dem Mäher ein. Für einen normalen Hausgarten bis 800 m² ist er heute selten die erste Wahl.

Handspindelmäher: leise und genau, aber nur für kurzen Rasen

Einen Spindelmäher schiebst du von Hand, die Räder treiben eine Walze mit schraubenförmigen Messern an. Bei dem Gardena Handspindelmäher sind mir zwei Dinge aufgefallen. Mit 40 cm war er breiter als unser damaliger Elektromäher. Und er war so leise, dass wir uns beim Mähen normal unterhalten konnten. Weil er keinen Motor hat, fällt er auch nicht unter die Ruhezeiten beim Rasenmähen. Aus Rücksicht auf die Nachbarn würde ich sonntags trotzdem nicht in der Mittagszeit mähen.

Die Grenzen zeigte er ebenso deutlich. Mitten in unserem Rasen steht ein Blumentopf auf einer Metallstange. So dicht wie der Elektromäher kam der Spindelmäher an die Stange nicht heran, den Rest haben wir mit der Rasenschere geschnitten. Und beim ersten Schnitt im Frühjahr war das Gras so lang, dass wir mit Fangkorb mähen mussten. Ein Spindelmäher ist ein Gerät für Leute, die oft mähen.

Sichel oder Spindel, Mulchen oder Fangkorb: was dem Rasen guttut

Sichelmäher und Spindelmäher schneiden unterschiedlich

Fast alle Motormäher sind Sichelmäher: Ein Messer dreht sich schnell und waagerecht und schlägt die Halme ab. Mit scharfem Messer ist das ein sauberer Schnitt. Wird das Messer stumpf, reißt es die Halme eher ab, die Spitzen fransen aus und werden braun. Solche Wunden sind Eintrittspforten für Rasenkrankheiten. Deshalb ist ein scharfes Messer bei jedem Sichelmäher wichtiger als die Marke, mehr dazu im Ratgeber zum Rasenmähen.

Der Spindelmäher arbeitet wie eine Schere: Die Messer der Walze laufen an einer feststehenden Klinge vorbei und schneiden den Halm glatt ab. Das Schnittbild ist feiner, deshalb mähen Golfplätze und Zierrasen-Liebhaber so. Die Kehrseite ist der Schnitthöhenbereich. Unser Gardena ließ sich von 12 bis 42 mm einstellen, viele Handspindelmäher liegen in diesem Bereich. Einige reichen höher, prüf das vor dem Kauf im Datenblatt.

Die Schnitthöhe muss zu deinem Rasen passen

Ein Sport- und Spielrasen fühlt sich bei 3 bis 4 cm wohl, im Sommer bei Hitze eher bei 4 bis 5 cm. Für einen Spindelmäher wie unseren liegt das am oberen Ende seines Bereichs, die Sommerhöhe schon darüber, für Sichelmäher mitten drin, sie reichen meist deutlich höher. Die perfekte Schnitthöhe für deinen Rasentyp sollte also ohne Verrenkung einstellbar sein, am besten zentral über einen Hebel statt an jedem Rad einzeln.

Mulchen, Fangkorb oder Seitenauswurf

SchnittgutWann es passtWorauf du achtest
Fangkorberster Schnitt im Frühjahr, nasses oder hohes Gras, Moos und FilzKorbvolumen passend zur Fläche, Füllstandsanzeige
Mulchendu mähst oft und schneidest wenig abMulchkeil oder Mulchmesser, scharfes Messer
Seitenauswurfhohe Wiese, die selten gemäht wirdSchnittgut danach abrechen

Beim Mulchen bleibt das fein gehäckselte Schnittgut liegen und gibt dem Rasen Nährstoffe zurück. Ein normaler Mäher ohne Mulchfunktion häckselt dafür meist nicht fein genug, dann bildet sich Rasenfilz. Wie es richtig geht, steht beim Rasen mulchen. Der einzige echte Mulchmäher, der bei uns läuft, ist der Mähroboter: Er fährt im Sommer mehrmals pro Woche und nimmt nur die Spitzen ab.

Wenn du oft bei Feuchtigkeit mähen musst, nimm den Fangkorb. Nasses Schnittgut verklebt beim Mulchen und bleibt in Klumpen liegen, die Einzelheiten stehen beim Thema nassen Rasen mähen. Wohin mit dem gesammelten Grünzeug, erklärt der Artikel zum Rasenschnitt entsorgen.

Walze oder Räder

Eine Heckwalze statt der Hinterräder drückt die Halme in Fahrtrichtung um. So entsteht das Streifenmuster, das man von Fußballplätzen kennt. Außerdem kannst du mit der Walze über eine ebenerdige Mähkante fahren und bis an den Rand mähen. Auf unebenem Boden und am Hang sind Räder wendiger.

Schnittbreite, Radantrieb, Gehäuse: worauf es bei der Ausstattung ankommt

Schnittbreite: Maßgeblich ist die nutzbare Mähfläche, nicht das Grundstück. Bei vielen Engstellen, etwa einem 60 cm breiten Weg zwischen Beet und Hauswand, bringt ein breiter Mäher nichts, weil du ihn dort nicht drehen kannst. Dann lieber eine Nummer schmaler und dafür wendig.

Radantrieb: Ab etwa 800 m² und am Hang schon bei mittlerer Fläche nimmt dir ein Radantrieb das Schieben ab. Benziner mit Stahlgehäuse wiegen schnell 30 kg und mehr, das spürst du bergauf. Gute Geräte haben eine einstellbare Geschwindigkeit, damit der Mäher nicht schneller läuft als du.

Gehäuse

MaterialVorteileNachteile
Kunststoffleicht, rostet nicht, günstigweniger robust bei Steinen und Wurzeln
Stahlblechrobust, stabilschwer, rostet, wenn Grasreste darin bleiben
Aluminiumleicht, robust, rostfreiteuer

Holm und Bedienung: Ein klappbarer Holm spart Platz im Schuppen, manche Mäher kannst du hochkant stellen. Prüf im Laden, ob der Holm auf deine Körpergröße passt und ob du die Schnitthöhe ohne Bücken änderst.

Lautstärke: Auf dem Typenschild steht der garantierte Schallleistungspegel in dB(A). Für Mäher bis 50 cm Schnittbreite liegt die EU-Grenze bei 96 dB(A), viele Benziner liegen nahe daran. Ein Akkumäher von Stihl mit 37 cm gibt zum Beispiel 91 dB(A) an. Fünf Dezibel klingen nach wenig, sind aber deutlich hörbar, zehn Dezibel empfinden wir etwa als doppelt so laut. Die Ruhezeiten gelten in Wohngebieten trotzdem für Motormäher, auch für den leisen Akkumäher.

Rasenmäher-Marken nach Einsatzzweck und Akku-System

Die Frage nach der besten Marke führt meistens in die Irre. Fast alle großen Hersteller bauen gute und schwache Modelle, und ein Fachhandelsgerät von Stihl oder Husqvarna nützt dir im kleinen Reihenhausgarten wenig. Sinnvoller ist die Frage: Welche Marke passt zu meinem Einsatz, und welche Akkus liegen schon im Keller?

MarkeTypischer EinsatzAkku-SystemWo erhältlich
Boschkleine bis mittlere Gärten, Akku, Kabel, Mähroboter18 V Power for ALL, größere Mäher mit 36 VBaumarkt, online
Gardenakleine bis mittlere Gärten, Akku, Kabel, Handspindel, Mähroboter18 V Power for ALL, große Mäher mit zwei AkkusBaumarkt, online
Einhellpreisgünstige Akkumäher bis in mittlere Gärten, MähroboterPower X-Change 18 V, große Mäher mit zwei AkkusBaumarkt, online
Makita, Ryobiwer schon Werkzeug der Marke hatMakita LXT 18 V, Ryobi ONE+ 18 VBaumarkt, Werkzeughandel
Stihlmittlere bis große Gärten, Akku, Benzin, Mährobotereigenes Akku-System AK, für Profis APüberwiegend Fachhandel
Husqvarnagroße Gärten, Benzin und Akku, Mähroboter auch für kleine Flächeneigene 36-V-Akkus, kleine Aspire-Geräte mit Power for ALLFachhandel, Baumarkt
Hondagroße Flächen, Benzineigene MotorenFachhandel
Sabo, AL-KO, Stigamittlere bis große Gärten, Benzin und AkkuAkkus je nach Marke, vor dem Kauf prüfenFachhandel, Baumarkt
Mulchmastergroße Flächen, auf Mulchen spezialisiertvor allem BenzinFachhandel
Parkside (Lidl)kleine Gärten, AktionswareX 20 V TeamLidl-Filialen, online

Akku-System vor Mäher: Die Power for ALL Alliance ist ein gemeinsames 18-Volt-System mehrerer Marken, darunter Bosch, Gardena, Husqvarna (Aspire), Flymo, Gloria und Wagner. Ein Akku passt dort markenübergreifend. Bei Einhell, Makita, Ryobi, Stihl und den anderen Marken passt er jeweils nur zur eigenen Familie. Hast du schon eine Heckenschere oder einen Trimmer mit Akku, nimm den Mäher aus derselben Familie und kauf ihn als Gerät ohne Akku. Das spart oft einen großen Teil des Preises.

Ersatzteile und Werkstatt: Bei Fachhandelsmarken wie Stihl, Honda oder Sabo bekommst du Messer, Riemen und Reparatur meist beim Händler um die Ecke, auch Jahre nach dem Kauf. Bei Baumarktmarken läuft die Reparatur über den Hersteller-Service, bei Aktionsware vom Discounter ist sie oft schwierig.

Testergebnisse: Im Test der Stiftung Warentest (Heft 4/2025, Mäher ohne Radantrieb) lag der Akkumäher Stihl RMA 239.1 C vorn, vor Modellen von Bosch und Einhell. Unter den 2025 neu geprüften Kabelmähern erreichte der Gardena PowerMax 1800/37 G2 als einziger ein Gut. Die Noten im Einzelnen stehen bei test.de. Getestete Modelle wechseln schnell, die Einordnung oben bleibt länger gültig.

Wo kaufen: Fachhandel, Baumarkt, Discounter oder gebraucht

Fachhandel: Der Motorgeräte-Händler in deiner Nähe berät dich am Gerät, stellt den Mäher fertig montiert hin und erklärt ihn. Er schärft Messer, macht die Inspektion und hat Ersatzteile. Das kostet beim Kaufpreis oft etwas mehr, rechnet sich aber bei teuren Benzin- und Akkumähern, die zehn Jahre halten sollen.

Baumarkt: Größte Auswahl an Systemmarken, Geräte zum Anfassen und meist eine einfache Rückgabe. Wie gut die Beratung ist, hängt vom Markt und vom Tag ab. Für Akkumäher von Bosch, Gardena oder Einhell ist der Baumarkt die übliche Adresse.

Discounter: Lidl und Aldi bieten im Frühjahr Rasenmäher als Aktionsware an, oft günstig. Für einen kleinen, ebenen Rasen kann das reichen. Prüf vor dem Kauf, ob es Ersatzmesser und Ersatzakkus dauerhaft gibt, denn nach ein paar Wochen ist das Regal leer.

Gebraucht: Ein gebrauchter Markenmäher ist oft besser als ein neuer No-Name-Mäher. Darauf achtest du:

  • Messer und Welle: Vibriert der Mäher stark, ist die Messerwelle möglicherweise verbogen. Das lohnt selten eine Reparatur.
  • Benziner: Lass ihn kalt starten. Blauer Rauch, Ölspuren oder ein Motor, der nur mit Mühe anspringt, sind Warnzeichen. Stahlgehäuse von unten auf Rost prüfen.
  • Akkumäher: Frag nach dem Alter des Akkus und mäh ein Stück Probe. Ein müder Akku macht aus dem Schnäppchen einen teuren Kauf.
  • Belege: Rechnung und Typenschild zeigen Alter und Modell, damit findest du Ersatzteile.

Kaufzeitpunkt: Im April und Mai suchen die meisten nach einem neuen Mäher, dann ist die Auswahl groß und die Beratung knapp. Auslaufmodelle findest du häufig im Spätsommer und Herbst günstiger. Wer im Winter kauft, hat beim Fachhändler die meiste Zeit für ein Gespräch.

Unser Fazit

Wenn du selbst mähst, ist für die meisten Hausgärten bis etwa 800 m² ein Akkumäher heute die beste Wahl: 34 bis 40 cm bis 400 m², darüber breiter und mit zweitem Akku. Größere Flächen und Hänge ab mittlerer Fläche brauchen Radantrieb, ab etwa 1.500 m² ein Aufsitzgerät. Willst du das Mähen abgeben, passt ein Mähroboter zu fast jeder Rasengröße, auch zum kleinen Garten mit 100 oder 200 m². Wer einen kleinen, ebenen Zierrasen oft mäht, bekommt mit dem Handspindelmäher den saubersten Schnitt.

Die Marke wählst du nach dem Akku-System, das du schon hast, und nach dem Service in deiner Nähe. Und welcher Mäher es auch wird: Ein scharfes Messer und die richtige Schnitthöhe machen mehr für deinen Rasen als jedes Datenblatt. Wie oft und wie tief du mähst, erklärt der Ratgeber zum Rasenmähen, die Zeiten für den Nachbarschaftsfrieden stehen bei den Ruhezeiten.

Häufige Fragen zum Rasenmäher-Kauf

Welchen Rasenmäher brauche ich?

Das entscheidet zuerst deine Rasenfläche, danach der Garten. Bis etwa 150 m² reicht ein Handspindelmäher oder ein kleiner Akku- oder Kabelmäher. Bis etwa 400 m² passt ein Akku- oder Kabelmäher mit 34 bis 40 cm Schnittbreite, bis etwa 800 m² ein Akkumäher mit Zweitakku oder ein Benziner mit 40 bis 46 cm. Darüber brauchst du Radantrieb und 46 bis 53 cm, ab etwa 1.500 m² lohnt sich ein Aufsitzmäher. Ein Mähroboter ist bei fast jeder Rasengröße die Alternative zum Schieben, auch im kleinen Garten. Hang, Engstellen und eine fehlende Steckdose verschieben die Wahl.

Wie viel Leistung braucht ein Rasenmäher?

Watt- und Voltangaben allein sagen wenig. Bei Akkumähern zählt die Energie im Akku: Volt mal Amperestunden ergibt Wattstunden, und je mehr Wattstunden, desto mehr Fläche pro Ladung. Wichtiger als die Motorleistung ist, dass die Schnittbreite zur Fläche passt. Reserve brauchst du, wenn du öfter hohes oder feuchtes Gras mähst.

Welche Rasenmäher-Marke ist gut für kleine Gärten?

Für kleine Gärten passen die Akku- und Kabelmäher der Systemmarken wie Bosch, Gardena, Einhell, Makita oder Ryobi, weil du den Akku auch für Heckenschere und Trimmer nutzen kannst. Stihl und Husqvarna zielen eher auf mittlere bis große Gärten, bei Husqvarna passen die kleinen Aspire-Geräte ins Power-for-ALL-System. Auf sehr kleinen, ebenen Flächen ist ein Handspindelmäher von Gardena oder Fiskars die leiseste Lösung. Soll ein Mähroboter die Arbeit übernehmen, haben Gardena und Husqvarna Modelle für kleine Rasenflächen im Programm.

Wie lange hält der Akku eines Rasenmähers?

Pro Ladung reichte es in den Tests der Stiftung Warentest für etwa 200 bis 600 m², bei hohem oder nassem Gras weniger. Wie viele Jahre ein Akku hält, hängt von den Ladezyklen und der Lagerung ab. Lager ihn im Winter frostfrei und so geladen, wie es der Hersteller empfiehlt.

Mulchmäher oder Fangkorb, was ist besser?

Mulchen spart das Entsorgen und gibt dem Rasen Nährstoffe zurück, funktioniert aber nur, wenn du oft mähst und wenig abschneidest. Beim ersten Schnitt im Frühjahr, bei nassem oder hohem Gras ist der Fangkorb die bessere Wahl. Viele Mäher können beides, mit Mulchkeil im Fangkanal. Mehr dazu beim Rasen mulchen.

Benzin oder Akku: welcher Rasenmäher ist besser?

Für die meisten Hausgärten bis etwa 800 m² ist ein Akkumäher heute die bequemere Wahl: leiser, leichter und fast wartungsfrei. Ein Benziner lohnt sich bei großen Flächen, am Hang mit hohem Gras oder wenn du lange am Stück mähst und nicht auf Akkus warten willst. Er braucht dafür Ölwechsel, Luftfilter und Zündkerze.

Taugt ein Rasenmäher vom Discounter?

Für einen kleinen, ebenen Rasen oft ja. Prüf vorher, ob es Ersatzmesser und Ersatzakkus später noch gibt, denn Aktionsware ist nach wenigen Wochen aus dem Regal. Bei Lidl gehören die Parkside-Geräte zum eigenen Akkusystem X 20 V Team.

Wie lagere ich den Rasenmäher im Winter?

Nimm zuerst den Akku heraus (beim Kabelmäher den Stecker ziehen) und lagere den Akku im Haus. Dann reinigst du das Mähdeck vom Grasschnitt und lässt den Mäher trocken und frostfrei stehen. Beim Benziner fährst du den Tank leer oder hältst dich an die Bedienungsanleitung, und der Winter ist ein guter Zeitpunkt, um das Messer schärfen zu lassen.

Bastian

Geschrieben von Bastian

Ich pflege meinen eigenen Rasen mit Leidenschaft und zeige hier seit 2013, wie er dicht, grün und unkrautfrei wird. Mehr als eine Million Menschen haben meine Ratschläge schon gelesen, mein Buch zu Unkraut im Rasen wurde über 2.000-mal verkauft. Mehr über mich