Ratgeber

Rasenmähen - 6 Tipps, wie du deinen Rasen richtig mähst

Bastian Aktualisiert am 21. Juni 2024 6 Min. Lesezeit
Rasenmäher - Tipps & Tricks

Dass ein gesunder Rasen ständig gepflegt werden muss, weißt du längst. Spannender ist die Frage, WIE. Und da steht das Rasenmähen ganz vorn.

Richtig gemäht bleibt dein Rasen kräftig grün und hält Moos aus eigener Kraft in Schach.

Vorweg die üblichen Fragen der Vorbereitung:

  • Was brauche ich zum Rasenmähen?
  • Wann ist der optimale Zeitpunkt um meinen Rasen mähen zu können?

Wie beim Rasen säen entscheidet auch hier der richtige Zeitpunkt über den Erfolg.

Hast du den Grundstein gelegt, den Rasen ordentlich bewässert und regelmäßig gedüngt, kommt das Rasenmähen ins Spiel.

Die Kunst beim Mähen ist es, den Rasen zu fordern, ohne ihn zu überfordern. Wenn du die Halme regelmäßig kürzt, wachsen sie kräftig nach, und dieses Wachstum macht die Pflanzen immer stärker.

Vergleichen kann man dieses Phänomen mit dem Bartwuchs: Anfangs wachsen zarte Härchen, die bei regelmäßiger Rasur zu echten Stoppeln herangezüchtet werden. Dieses Prinzip wird auch beim Rasenmähen angewendet.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Nicht zu kurz: höchstens ein Drittel der Halmlänge auf einmal. Zierrasen auf etwa 3 bis 4 cm, Spielrasen auf 3,5 bis 4,5 cm.
  • Saison: erster Schnitt meist im April, in der Hauptsaison 1- bis 2-mal pro Woche, nach dem Düngen öfter. Der letzte Schnitt kurz vor dem ersten Frost.
  • Neuer Rasen: erst ab 8 bis 10 cm Höhe mähen und mit der höchsten Stufe beginnen.
  • Wetter: nur bei trockenem Rasen und nicht in der Mittagshitze. Im Hochsommer etwas höher mähen.
  • Ruhezeiten: in Wohngebieten werktags von 7 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags nicht.

Warum solltest du den Rasen nicht überfordern?

Mähst du deinen Rasen zu kurz, brauchen die Pflanzen enorm viel Kraft, um weiterzuwachsen. Das nutzen Unkraut und Moos gern aus, um die geschwächten Gräser zu verdrängen.

Grundsätzlich sollte der Rasen im Winter nicht gemäht werden. Erst wenn die ersten Sonnenstrahlen rauskommen und die Temperaturen steigen, wird auch der Rasen wieder zu alter Aktivität zurück finden.

Als Faustregel gilt, dass das erste Rasen mähen im April durchgeführt werden kann. Zu frühes Mähen kann den Rasen überfordern (siehe oben), ein zu später erster Schnitt sorgt jedoch dafür, dass Unkraut sich breit machen kann.

Allgemein kann man sagen, dass ein Rasen in der Hochsaison möglichst 1-2 Mal pro Woche gemäht werden sollte (abhängig etwa von klimatischen Bedingungen, Düngeverhalten und Intensität der Bewässerung).

Der letzte Schnitt erfolgt etwa Ende Oktober oder Anfang November und bereitet den Rasen auf den Winter vor.

Tipp: Schärfe das Messer deines Rasenmähers regelmäßig, egal ob Elektro- oder Benzinmäher. Nur mit einem scharfen Messer wird der Schnitt sauber.

Wann sollte man den Rasen nach der Saat das erste Mal mähen?

Regelmäßiges Rasenmähen sorgt für ein gleichmäßigen und gesunden Rasen

Regelmäßiges Rasenmähen sorgt für ein gleichmäßigen und gesunden Rasen

Lass neuen Rasen vor dem ersten Mähen etwa 8-10 cm hoch wachsen, damit die Wurzeln genug Halt haben und der Rasen schön dicht wird. Ganz wichtig: Beim ersten Schnitt langsam starten und auf der höchsten Stufe mähen.

Stell die Schnitthöhe danach Schritt für Schritt tiefer, bis du die gewünschte Höhe erreicht hast.

Einen Zierrasen mähst du idealerweise auf etwa 3-4 cm, einen Spielrasen auf 3,5-4,5 cm. Kürze nie zu viel auf einmal: Als Faustregel gilt, höchstens ein Drittel der Halmlänge abzuschneiden. Für Hitze im Sommer, Mähroboter und die kühlere Jahreszeit gelten andere Werte, wie die ideale Schnitthöhe im Überblick zeigt.

Ein zu kurzer Schnitt kann neben dem Absterben von Rasenpflanzen auch dazu führen, dass diese zu unkontrollierten Seitentrieben neigen. Das wiederum führt dann zu einem sehr ungleichmäßigem Rasen mit vielen Lücken und einer geringen Trittfestigkeit.

Lässt du das Gras dagegen zu hoch stehen, wird der Rasen lichter und weniger dicht.

Bei welchem Wetter solltest du deinen Rasen mähen?

Wähl zum Mähen am besten einen trockenen Tag, an dem Gras und Boden möglichst trocken sind. Dann bleibt der Rasen nicht am Messer kleben, der Mäher schneidet sauber, und du erwischst alle Halme, weil keiner durch die Nässe am Boden liegt. Musst du doch einmal nassen Rasen mähen, stell die Schnitthöhe höher und nimm einen Mäher mit scharfen Messern.

All dies fördert einen gleichmäßigen Schnitt, der Voraussetzung für einen optisch schönen Rasen ist.

Mäh deinen Rasen möglichst nicht in der prallen Mittagssonne, sondern lieber am späten Nachmittag oder frühen Abend. Gegossen wird trotzdem besser am nächsten Morgen, abends nasser Rasen fördert Pilze.

Wann solltest du deinen Rasen nach dem Düngen mähen?

Regelmäßiges Düngen lässt den Rasen gesund und schnell wachsen. Dann musst du natürlich auch öfter mähen: Direkt nach dem Düngen können statt 1-2 auch 2-3 Schnitte pro Woche nötig sein.

Der Vorteil hierbei ist, dass ein dichter Rasen, der regelmäßig gemäht wird auch weniger anfällig für Moos und Unkraut ist. Und das ist ja im Endeffekt das Ziel eines jeden Rasenliebhabers.

Im Hochsommer kannst du den Rasen etwas länger wachsen lassen. Dann hält er mehr Feuchtigkeit und verbrennt in der Hitze weniger schnell.

Was musst du bei der Rasenpflege im Herbst und Winter beachten?

Auch vor dem Winter solltest du den Rasen nicht zu kurz schneiden. Viele eng zusammenstehende Grashalme machen ihn widerstandsfähiger gegen Schnee und Frost.

Gegen Jahresende mähst du deutlich seltener. Das letzte Mal schneidest du den Rasen kurz vor dem ersten Frost, danach wird nicht mehr gemäht.

Vor der Winterpause kannst du deinem Rasen noch einen kaliumbetonten Herbstdünger geben, damit er gestärkt in den “Winterschlaf” geht. Das verringert braune oder kahle Stellen nach einem harten Winter.

Tipp: Betritt den Rasen im Winter möglichst wenig, gefrorene Grashalme brechen schnell ab.

Wann darfst du Rasen mähen und welche Ruhezeiten gibt es?

Im Sommer, wenn der Rasen zwei Mal pro Woche gemäht werden sollte, kommt es häufig zu Unstimmigkeiten zwischen den Nachbarn - insbesondere dann, wenn ein Nachbar sich nicht an die Ruhezeiten beim Rasenmähen hält.

Im Sinne des Nachbarschaftsfriedens solltest du nicht an Sonn- oder Feiertagen mähen, dann ist es in Wohngebieten ohnehin verboten. Auch an einem späten Sommerabend möchten deine Nachbarn die freie Zeit vielleicht noch gemütlich auf der Terrasse verbringen.

Gerade Berufstätige weichen oft auf die Abendstunden aus. In Wohngebieten darfst du werktags von 7 bis 20 Uhr mähen, manche Gemeinden haben aber strengere Regeln.

Alle Details stehen unter Ruhezeiten beim Rasenmähen.

Was kannst du mit dem Rasenschnitt anfangen bzw. wo entsorgst du ihn?

Bevor du den Rasenschnitt in die Biotonne wirfst: Er eignet sich hervorragend als Mulch auf deinen Beeten.

Diese dünn aufzutragende Schicht auf den Beeten sorgt dafür, dass Unkraut darunter zerstört wird und gibt dem Boden im anschließenden Prozess der Verrottung wertvolle Nährstoffe zurück.

Hast du keine Beete, nimm die Biotonne. Alternativ kannst du ihn kompostieren. Nach der Verrottung bekommst du feinste Erde, die du überall im Garten verwenden kannst.

Bastian

Geschrieben von Bastian

Ich pflege meinen eigenen Rasen mit Leidenschaft und zeige hier seit 2013, wie er dicht, grün und unkrautfrei wird. Mehr als eine Million Menschen haben meine Ratschläge schon gelesen, mein Buch zu Unkraut im Rasen wurde über 2.000-mal verkauft. Mehr über mich