Rasengittersteine aus Beton oder Kunststoff? + Tipps & Tricks zum Verlegen

Rasengittersteine aus Beton oder Kunststoff?
Autor Bastian Behrens

Bastian Behrens

Aktualisiert am:

Unter Rasengittersteinen versteht man meist rechteckig verlegte Pflastersteine, welche in der Mitte mit einer grün bewachsenen Aussparung versehen sind. Oftmals findet man diese praktischen Steine auf Einfahrten, Parkplätzen oder in Vorgärten. 

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Rasengittersteine auch auf befahrenen Wegen nutzen können, welches Material für Ihre Bedürfnisse am geeignetsten ist und wie Sie schnell und einfach selbst Rasengittersteine verlegen können. 

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Was macht Rasengittersteine so besonders?

Rasengittersteine bieten für alle Haus- und Gartenbesitzer eine ideale Symbiose aus stabilen Geh- und Fahrwegen und einer ökologisch schonenden Pflasterung. Durch die Grünflächen zwischen den einzelnen Steinen wird nicht nur mehr Natur vors Haus gebracht, sondern auch dafür gesorgt, dass Regenwasser ganz ungehindert abfließen kann. 

Das Besondere an den Rasengittersteinen ist aber, dass sie trotz der Begrünung auch von schweren Fahrzeugen befahren werden können. Zwar sollten Sie nicht unbedingt dauerhaft einen Zweitonner auf der Fläche parken, tägliches Auf- und Einfahren stellt aber kein Problem für den gepflanzten Rasen oder das Substrat dar. 

Beton oder Kunststoff? Das ideale Material 

Rasengittersteine werden in der Regel entweder aus Kunststoff oder aus Beton verkauft. Damit Sie sich bei Ihrem Vorhaben für die richtige Variante entscheiden, möchten wir Ihnen kurz und knapp die Vor- und Nachteile beider Materialien vorstellen. 

Rasengittersteine aus Beton: Vorteile und Nachteile 

Die klassische Variante der Rasengittersteine aus Beton eignet sich für alle, die beispielsweise die Auffahrt oder den Parkplatz pflastern möchten. Anders als die Kunststoff-Alternative, halten die Steine deutlich größeren Belastungen stand, ohne abzusacken oder sich zu bewegen. Auch nach langer Nutzung finden Sie hier kaum Nutz- oder Verschleißspuren

Wer beim Verlegen der Steine einen entsprechenden Service engagiert oder sich nicht vor körperlicher Arbeit sträubt, kann die Betonsteine mit den acht Kammern in nahezu jedem Baumarkt finden. Auch das Verlegen ist mit der richtigen Vorarbeit und durch die angepassten Formen der Steine kein Problem. 

Wer sich mit dem Verlegen schwerer Steine arrangieren kann, kann sich bei Rasengittersteinen aus Beton also an folgende Vorteile erfreuen: 

  • preiswerter als durchgehende Bepflasterung 
  • sehr belastbar (auch durch Autos) 
  • langlebig
  • in jedem Baumarkt zu kaufen 
  • leicht selbst zu verlegen 

Auch wenn die Rasengittersteine aus Beton vielerlei Vorteile bieten, muss man an einigen Stellen auch einbüßen: 

  • teils unangenehmes Laufgefühl 
  • weniger Grünfläche & große Betonstege
  • höheres Gewicht 

Rasengittersteine aus Beton werden in erster Linie für Parkplätze und befahrene Flächen genutzt, da sie sehr belastbar sind. Trotzdem sollten Sie bei dieser Variante darauf achten, dass die Erde in den Zwischenräumen nach längerer Nutzung nicht absackt. Ansonsten bleibt man beim Gehen leicht an den harten Steinen hängen, was es auf Dauer unangenehm macht, auf diesen Flächen zu laufen. 

Rasengittersteine aus Kunststoff: Vorteile und Nachteile 

Spricht man von Rasengittersteinen aus Kunststoff, sind selten die genauen Gegenstücke zu den Steinen aus Beton gemeint. Zwar gibt es diese Kunststoffsteine mit dem Öse-Klick-System auch zu kaufen, meist sind hier aber Rasenwaben gemeint. Diese sind meist größer als einzelne Rasengittersteine und können ebenfalls leicht miteinander verbunden werden. 

Zwar können Rasengittersteine aus Kunststoff nicht besonders starken Belastungen standhalten und sind damit eher für Geh- und Fahrradwege geeignet als für oft und stark befahrene Straßen oder Parkplätze, allerdings halten sie hier auch lange stand. 

Folgende Vorteile entstehen außerdem durch die Nutzung von Rasengittersteinen aus Kunststoff bzw. Rasenwaben: 

  • Geringes Gewicht, einfacher zu verlegen 
  • Viel Begrünung, wenig Zwischenflächen
  • Erde trocknet nicht aus, da kein Beton verlegt ist 
  • Einfach auf eigene Bedürfnisse zuzuschneiden 

Die Nachteile von Rasengittersteinen aus Kunststoff: 

  • Höhere Anschaffungskosten 
  • Teils weniger hohen Belastungen auszusetzen

Damit Sie die Kunststoff-Steine genauso nutzen können, wie die Rasengittersteine aus Beton, sollten Sie sich vor dem Kauf über Breite, Tragfähigkeit und Material informieren. 

So verlegen Sie Rasengittersteine – schnell & einfach 

Damit Rasengittersteine möglichst lang genauso fest und sicher liegen, ist die Vorarbeit vom Verlegen von besonderer Wichtigkeit. Hier wird der Boden zunächst 30-50 cm tief ausgehoben, mit einer Walze platt gemacht und mit Kantensteinen umrahmt. 

Auf die gewalzte Fläche wird nun 20 cm Kies in der Körnung 16/32 gegeben. Nun wird hierauf eine Schicht aus Lavasplitt mit Sand (2/3) und Mutterboden (1/3) gegeben, wo sich später die Wurzeln des Rasens bilden werden. 

Nun werden die Steine, solange sie aus Beton sind, mit einem Abstand von 3 Millimetern aneinandergelegt, mit einem Gummihammer eingeklopft und erneut mit dem Substrat aus Lavasplitt, Sand und Mutterboden ausgestreut. Dieses wird nun mit einem Holzstück verdichtet

Nun rütteln Sie die verlegte Fläche ein, tauschen möglicherweise beschädigte Steine aus und säen den Rasen ein. Diesen sollten Sie für ein erfolgreiches Wachstum ausreichend bewässern und düngen.

Foto: Martín Damian Monterisi / iStockphoto.com

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Autor Bastian Behrens

Über den Autor

Bastian Behrens ist Gründer und Redakteur des Rasen Magazins www.rasen-experte.de. Bereits seit über 10 Jahren helfen wir Rasenbesitzern mit Informationen, Erfahrungen sowie Tipps und Tricks zur Rasenpflege. Insgesamt haben wir bereits mehreren Millionen Menschen dabei geholfen, ihren Rasen ein Stück besser zu machen.