Grasmilben bekämpfen – 6 Fragen zu den kleinen, lästigen Plagegeistern

Grasmilben (auch Herbstmilben oder Erntemilben) sind kleine lästige Tiere, die insbesondere im Erdreich die besten Lebensbedingungen vorfinden. Daher ist praktisch jeder Garten ein potentieller Lebensraum für die Plagegeister. Aber längst nicht jeder Rasen ist tatsächlich auch befallen und nicht jede Form der Milben sorgt für großen Unmut.

Es gibt nämlich etliche verschiedene Formen dieser Milben – die einen aggressiver andere zurückhaltender. Diese Milben sind kleine Larven, die ein Vorstadium späterer Spinnentiere darstellen.

Die kleinen Parasiten legen ihre Eier gern auf die Spitzen der Rasenpflanzen, sodass sich die Larven bei Berührung mit einem potentiellen Wirt an diesen heften zu können. Dieses Verhalten ähnelt sehr stark dem Lebensinhalt von Zecken.

Besonders gern beißen sich die im Gras lebenden Milben in Hautfalten und anderen warmen stellen von Menschen sowie Nutz- und Haustieren fest.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Grasmilben erkennen und bekämpfen können sowie welches Mittel gegen Grasmilben am besten hilft.

Was sind Grasmilben?

Die im Gras lebenden Milben sind sehr klein und werden häufig mit Flöhen verwechselt. Erwachsene Herbstgrasmilben sind kleine Spinnentiere, die meist ausschließlich im Boden leben und somit keine Bedrohung für Mensch und Tier darstellen. Insbesondere Larven der Grasmilben können stechen bzw. beißen.

Wissen Sie, wie Sie Stiche von Grasmilben erkennen? Und wie Katzen, Hunde oder Kleinkinder auf den Stich von den unerwünschten Gästen im Rasen reagieren ?

Der Biss einer Grasmilbe ist zunächst schmerzfrei. Erst kurze Zeit nachdem die saugenden Larven der Herbstgrasmilbe zugeschlagen haben, wird ein unangenehmer Juckreiz ausgelöst, der von kleinen roten Punkten auf der Haut begleitet wird.

Kleine rote Quaddeln, die nicht nur Jucken, sondern auch warm werden, sind ein Indikator für einen Befall durch die typische Erntemilbe. Diese Punkte auf der Haut sehen aus wie eine Ansammlung kleiner Pickel, die in der Regel kreisrund sind und einen Durchmesser von wenigen Milimetern haben.

Wann treten Grasmilben auf?

Vor allem im Sommer findet man besonders viele Grasmilben. Wenn die Temperaturen ansteigen, beginnt die Jahreszeit, in der die Bedingungen für ein schnelles Wachstum einfach am besten sind. Die Wärme liebenden Milben schlüpfen etwa zwischen Juni und Juli.

Der Winter hingegen ist ein natürlicher Feind für die kleinen Insekten. Zwar ziehen sich ausgewachsene Rasenmilben bis zu einem halben Meter in den Boden zurück, trotzdem kann der Frost sie erwischen. Hierbei kommt es natürlich sehr darauf an, wie frostig der Winter tatsächlich ist und wie tief der Boden wirklich gefroren ist.

Wenngleich wir in Deutschland aktuell relativ selten so richtig harte Winter haben, gibt es dennoch Wochen, in denen die Temperaturen derartig fallen, dass auch der Boden ordentlich friert.

Können Grasmilben Menschen befallen?

Ja, sowohl Menschen als auch Tiere wie Hunde oder Katzen können von den lästigen Tierchen befallen werden. Meist werden sie über Haus- und Nutztiere übertragen, die als hervorragende Wirte für die Verbreitung sorgen.

Im Gegensatz zu Zecken, sind Grasmilben jedoch kein potentieller Überträger von Krankheiten. Bisher zumindest, ist kein Fall bekannt, in dem eine Herbstgrasmilbe eine schwerwiegende Krankheit auf den Menschen übertragen hat.

Woher kommen Grasmilben? Wo leben Grasmilben?

Grundsätzlich leben die lästigen Parasiten im Erdreich und versuchen ihre Larven möglichst so zu platzieren, dass sie sich bei einem Wirt stärken und dadurch ordentlich wachsen können. Neben Wiesen auf denen Nutztiere stehen gibt es auch herkömmliche Rasenflächen, die unter umständen befallen sind. Mit dem bloßen Auge kann man das jedoch nicht erkennen.

Auch frischer Mutterboden, den Sie von einer Gärtnerei oder aus dem Gartencenter kaufen, kann bereits mit kleinen Milbenlarven zersetzt sein. Auf diese Weise finden die Schädlinge dann den Weg in Ihren Garten finden.

Die natürlichen Feinde von Grasmilben sind leider übersichtlich. Wir konnten jedoch Quellen finden, die sowohl herkömmliche Asseln oder auch Wespen als potentielle Feinde von Milben beschrieben. Ob diese jedoch auch die speziellen Grasmilben fressen, war nicht explizit aufgeführt.

Wie kann man Grasmilben erkennen?

Wenn Sie Grasmilben im Rasen entdecken, dann stellt sich zuerst die Frage, was können Sie tun? Nun, da die kleinen Tierchen nur 0,1 – 0,3 mm groß werden, gibt es einen Trick, wie Sie einen Befall überprüfen können.

Legen Sie dazu ein weißes Blatt Papier auf den Rasen und warten einige Zeit. Die kleinen Krabeltierchen werden nicht lange auf sich warten lassen und auf das Papier kriechen. Dort können Sie sie ziemlich schnell an ihrer rötlichen Färbung erkennen, mit der sie sich von dem Papier absetzen. Alternativ können Sie auch ein weißes Leinentuch an einem sonnigen Nachmittag über Ihren Rasen ziehen. Auch dort werden sich die kleinen Herbstgrasmilben festkrallen.

Wie kann man Grasmilben bekämpfen?

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Es gibt ein paar Methoden, mit denen Sie den Lebensraum der lästigen Plagegeister einschränken und so derVerbreitung vorbeugen können.

Nicht alle Methoden werden dafür sorgen, dass die Milben komplett verschwinden, ferner helfen diese Lösungen aber dabei, dass Sie Ihren Rasen trotz Milben Befall weiter nutzen können.

Am effektivsten sind folgende Maßnahmen:

  • Regelmäßiges Rasenmähen mit Korb
  • Rasenschnitt direkt in der Biotonne entsorgen (die Verarbeitung auf Beeten ist bei einem akuten Befall nicht empfohlen, da die Milben sich dort weiterhin gut verbreiten können)
  • Den Rasen regelmäßig bewässern, dann ziehen sich die kleinen Tierchen in den Boden zurück
  • Vertikutieren Sie regelmäßig, da Moos einen optimalen Lebensraum von Grasmilben darstellt
  • Duschen Sie nach dem Spielen auf befallenem Rasen, um die Milben direkt abzuspülen

Auch chemische Mittelchen können Sie bei der Bekämpfung unterstützen: Ein spezielles Grasmilben-Konzentrat kann viele Plagegeister absterben lassen, kann aber häufig leider nicht alle Milben beseitigen.

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