Warum ist Holzasche als Dünger für den Rasen nicht immer geeignet?

Wenn wir an Rasendünger denken, dann denken wir nicht unbedingt direkt an Holzasche als mögliche und natürliche Alternative, oder? Vielmehr kommen uns im ersten Moment die vielen anorganischen Dünger in den Sinn, die zuverlässig das tun, was sie sollen. Dennoch gibt es gewisse Nebenwirkungen, die bei einem rein organischen Rasendünger seltener auftreten. Verbrennungen auf dem Rasen durch eine zu hohe Konzentration beispielsweise. Oder giftige Stoffe, bei denen insbesondere Besitzer von Haustieren aufpassen müssen. Bei einigen Produkten zum Düngen des Rasens sollte die behandelte Fläche nämlich für einige Tage gesperrt werden. Damit soll verhindert werden, dass das Granulat von den Tieren gefressen wird und im schlimmsten Fall Vergiftungen hervorruft. Die Holzasche hingegen löst sich deutlich schneller auf, sodass die Wirkstoffe dem Boden unmittelbar zur Verfügung gestellt werden und Haustiere nicht gefährdet sind. Etliche Hobby-Gärtner und Rasenliebhaber, die einen Kaminofen oder Terrassenofen besitzen, werden sich bestimmt irgendwann schon mal gefragt haben:
- Was kann ich mit der Holzasche nützliches anstellen?
- Kann ich die Asche im Garten zum Düngen verwenden?
- Und kann vielleicht auch mein Rasen von dem Naturdünger profitieren?
Unter bestimmten Umständen lässt sich die Asche von verbranntem Holz tatsächlich sinnvoll nutzen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Was drin ist: Holzasche enthält vor allem Kalium und Kalk, in wechselndem und nicht bestimmbarem Verhältnis.
- Wofür sie taugt: Sie kann einen sauren Boden neutralisieren, den pH-Wert aber nicht gezielt steuern.
- Dosierung: höchstens 30 g pro m², sonst droht Überdüngung.
- Nie verwenden: Grillasche, Holzkohle, Briketts und Asche von behandeltem Holz, denn sie enthalten Schadstoffe.
- Nicht für Obst und Gemüse: Schadstoffe aus dem Holz können in die Ernte gelangen.
Kann Holzasche als Rasendünger verwendet werden?
Beim Verbrennen von Holz entweichen die darin enthaltenen Kohlenstoffe und Wasserstoffe als Kohlendioxid und Wasserdampf.
Wichtig: Verwende niemals die Asche vom Grillen. Holzkohle und Grillbriketts enthalten für den Boden schädliche Schwermetallreste.
Die anschließend übrig bleibende Holzasche beinhaltet lediglich die mineralischen Bestandteile, die ein Baum im Laufe seines Wachstums aufgenommen hat. Maßgeblich für die Qualität und die Inhaltsstoffe der Holzasche ist natürlich der Boden, in dem die Wurzeln des Baumes wuchsen. Über die Wurzeln nimmt ein Baum leider nämlich auch die Schadstoffe auf, die später in der Holzasche landen. Wächst ein Baum beispielsweise in der Nähe eines Flughafens oder eines Industriegebiets, ist die Belastung des Bodens um ein Vielfaches höher, als auf dem idyllischen Land mit viel Waldfläche. In dem verbrannten Holz sind vor allem Kalium und Kalk enthalten, die dem Boden als wichtige Nährstoffe zugeführt werden können. Leider kann man bei Holz nie genau sagen, in welchem Verhältnis diese beiden Wirkstoffe vorkommen, sodass es beim Düngen mit Asche kaum möglich ist, den pH-Wert des Bodens zielgerichtet zu optimieren.
Achtung: Man muss nicht jeden Rasen kalken.
Was bewirkt Holzasche als Rasendünger?
Wenn du zweifelsfrei sagen kannst, dass das verbrannte Holz unbehandelt und unbelastet war, kann Holzasche helfen, einen sauren Boden zu neutralisieren. Auch in Beeten kannst du hochwertige Holzasche als Dünger verwenden. Informier dich aber vorher, ob es Pflanzen in deinem Garten gibt, die mit dem Naturdünger nicht gut klarkommen. Durch die hohe Konzentration der Asche reicht eine kleine Menge. Gib nicht mehr als 30 Gramm pro Quadratmeter auf den Boden, sonst droht eine Überdüngung.
Keine Asche Düngung bei Obst oder Gemüse
Obst- und Gemüsepflanzen, deren Ernte du später essen willst, solltest du unter keinen Umständen mit Asche düngen. Nur in äußerst seltenen Fällen kannst du wirklich sicher sein, dass das verbrannte Holz keine Schadstoffe aufgenommen hat, und die können über die Lebensmittel in deinen Körper gelangen. Asche von behandeltem Holz eignet sich ebenfalls nicht als Rasendünger, weil die schädlichen Rückstände beim Verbrennen nicht verschwinden, sondern in der Asche zurückbleiben.


