Rasen vertikutieren – Wann und wie den Rasen vertikutieren?

Häufig ist das Rasen vertikutieren das erste, was dem Hobby-Gärtner in den Sinn kommt, um seinen Rasen wieder in eine gute Form zu bringen. Ein schöner Rasen soll möglichst gleichmäßig gewachsen und immer schön grün sein. Um das zu ermöglichen müssen gewisse Rahmenbedingungen erfüllt werden.

Neben guten Wetterbedingungen, dem richtigen Rasendünger und jeder Menge Bewässerung, können Sie auch selbst etwas für Ihren Rasen tun. Das Vertikutieren sorgt für etwas Luft, damit der Rasen auch die Chance zum Atmen und demnach zu einem idealen Wachstum bekommt.

Rasen vertikutieren – Wie funktioniert es und was genau passiert dabei?

Den Rasen richtig vertikutieren
Den Rasen richtig vertikutieren

Das Rasen vertikutieren ist eine Lockerung der gesamten Grasnarbe. Im Laufe eines Jahres nisten sich im Rasen ungeliebte Gäste wie z.B. Moos ein, die das feuchtwarme Klima genießen und unwahrscheinlich gut gedeihen.

Der Rasen bildet nach einiger Zeit einen Rasenfilz, den man regelmäßig entfernen sollte. Rasenfilz sind meist abgestorbene Rasenpflanzen, die umgefallen sind und sich auf dem Boden breit machen. Hier sorgen sie dafür, dass wenig Licht und wenig Luft an die Wurzeln des Rasens kommen.

Beim Rasen vertikutieren entzweit man Rasen sowie Moos und bietet dem Rasen so die Chance auf mehr Licht und Luft. Ferner entfernt das Vertikutieren alles, was eine Ebene über der Grasnarbe wächst – unter anderem auch den ungeliebten Rasenfilz.

Wenn Sie Ihren Rasen vertikutieren müssen Sie allerdings auch in Kauf nehmen, dass Graspflanzen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden und der Rasen anschließend für einige Zeit nicht sonderlich ansehnlich sein wird. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie unmittelbar nach dem Vertikutieren Rasendünger auf die Fläche geben. Dieser Dünger sorgt dafür, dass ausreichend Nährstoffe in den Boden gelangen, und die Rasenpflanzen zu neuem Wachstum anregen.

Kahle Stellen werden damit innerhalb von kurzer Zeit eliminiert und gehören schnell der Vergangenheit an. Diese eher triste Zeit ist dann schnell wieder vergessen, wenn einige Zeit später, die Rasenpflanzen umso stärker und dichter verwachsen sind und die grüne Rasenfläche auf eine natürliche Art wiederhergestellt ist.

Richtiger Zeitpunkt zum Vertikutieren

Bevor Sie Ihren Rasen das erste Mal vertikutieren, sollten Sie ihm ein paar Jahre geben, um möglichst kräftig und robust zu werden. In den ersten 1-2 Jahren ist das Vertikutieren nicht sehr ratsam und meistens auch nicht notwendig.

Wird der Rasen älter, wird er gleichzeitig auch pflegebedürftiger – der Vergleich mit einem Menschen würde hinken, passt dennoch irgendwie ein wenig.

Dadurch, dass Sie beim Rasen vertikutieren auch intakte Pflanzen in Mitleidenschaft ziehen können, empfehle ich, als Zeitpunkt auf ideale Witterungsbedingungen sowie trockenes Wetter bei 7-10 Grad zu warten. Dadurch ist sichergestellt, dass Ihr Rasen die Chance hat, die kahlen Stellen möglichst schnell wieder zu schließen.

Bevor Sie mit dem Vertikutieren beginnen, sollten Sie Ihren Rasen so kurz mähen, wie es geht, um das Herausziehen von längeren Pflanzen zu vermeiden.

Trockenes Wetter ist dabei sehr wichtig. Wählen Sie beispielsweise einen zu feuchten Tag, fällt die Pflege des Rasens zum einen deutlich schwerer und zum anderen besteht die Gefahr, dass Sie komplette Rasenpflanzen herausziehen und damit mehr schaden als pflegen.

Die optimale Jahreszeit zum Vertikutieren des Rasens liegt entweder im Frühling, oder – zur „Nachpflege“ – im Herbst. Idealerweise wählen Sie einen trockenen und mild warmen Tag.

Im Sommer ist der Rasen durch vorhandene Dürreperioden ohnehin schon sehr strapaziert, sodass man ihm keine zusätzlichen Lasten aufbürden sollte.

Richtig vertikutieren – Aber wie?

Zum Rasen vertikutieren nutzen Sie am besten einen speziellen elektrischen Vertikutierer, der mit seinen rotierenden Messern sich immer wieder in den Rasen frisst und überschüssige Pflanzen trennt sowie Moos herauszieht.

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Früher war es üblich, statt eines Elektrogerätes eher auf eine herkömmliche Harke zurückzugreifen – empfehlen würde ich Ihnen dies jedoch nur, wenn Ihnen nach einem kostenlosen Work-Out zumute ist. Hierbei wird nämlich einiges an Muskelkraft und Schweiß benötigt, um zu dem selben Ergebnis zu kommen, wie mit einem elektronischen Vertikutierer.

Egal welche Methode Sie wählen, seien Sie vorsichtig, dass die Messer (oder auch die Harke) den Boden nicht zu tief umgraben,  damit das Wurzelreich nicht beschädigt wird.

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