Blaukorn als Rasendünger? Was sollte man beachten?

Blaukorn als Rasendünger verwenden?

Wir sind durch Gespräche mit Freunden auf Blaukorn als Rasendünger gekommen. Unsere Freunde berichteten uns dabei von der sehr guten Wirkung und dem anschließend schönen Rasen.

Aus diesem Grund wollten wir uns über dieses Teufelszeug einmal informieren und Ihnen diese Informationen nicht vorenthalten.

Blaukorn kaufen können Sie entweder direkt als flüssige Variante oder als Granulat. Das Granulat besteht aus kleinen blauen Kügelchen (von denen dieser Volldünger seinen Namen hat) – nicht zu verwechseln mit dem ähnlich aussehenden Schneckenkorn.

Die blaue Färbung soll angeblich dafür sorgen, dass Vogel das Düngemittel nicht erkennen können und es dadurch nicht auffressen. Ob das jedoch tatsächlich so ist, oder ob sie vielmehr merken, dass es ihn nicht schmeckt, kann nicht einwandfrei dargelegt werden.

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Welche Inhaltsstoffe sind in Blaukorn?

Ganz allgemein kann man sagen, dass Blaukorn ein chemischer Dünger ist. Es sind keine natürlichen Inhaltsstoffe enthalten. Das ist wohl auch der Grund, weshalb es immer wieder kontroverse Diskussionen um diesen Wachstums-Booster gibt.

Sowohl professionelle Gärtner als auch Hobby-Gärtner sind sich nicht ganz einige (oder sollte man besser: Nicht grün sagen?).

Auf der einen Seite gibt es einen unbestrittenen Sofort-Effekt. Pflanzen und der Rasen bekommen einen direkten Kickstart und sprießen in den ca. zwei Wochen der intensiven Wirkung gut sichtbar.

Auf der anderen Seite liefert der Blaukorn Dünger zu viele künstliche Nährstoffe, die schnell zu einer Überdüngung des Bodens führen.

Das Blaukorn ist ein Mehrstoffdünger, der aus Stickstoff, Phosphat und Kalium (Kurzform: NPK). Diese Abkürzung finden Sie häufig auch auf der Verpackung des Düngemittels, zusammen mit Zahlenkombinationen wie 12-8-16. Diese Zahlen weisen den Anteil des jeweiligen Inhaltsstoffes aus.

Manchmal stehen hinter diesen Zahlen noch 1-2 weitere, die mit einem „+“ angehängt werden. Die erste dieser Zahlen kennzeichnet den Magnesium-Anteil während die zweite für den Anteil an Scheefel steht.

Ist Blaukorn giftig?

Also essen sollte man Blaukorn besser nicht. Insbesondere für Kinder und Haustiere ist dieser Dünger nicht gesund.

Düngen Sie daher am besten kurz vor intensiven Regenfällen oder bewässern Sie Ihren Rasen bzw. Ihr Beet anschließend ausgiebig, damit das meiste direkt im Boden versichern kann.

Trotzdem können Reste auf dem Boden verbleiben, über den Hund oder Katzen kaufen und sich anschließend die Pfoten lecken. Bei übermäßiger Dosierung kann es zu einer Reizung der Magen-Schleimhaut kommen.

Je größer das Haustier, das mit Blaukorn in „normaler“ Dosierung in Berührung kommt, desto unwahrscheinlicher ist eine Reaktion darauf. Sind denn andere Rasendünger nicht giftig?

Doch! Insbesondere Dünger, die gegen Moos oder anderes Unkraut helfen sollen. Viele davon lösen sich jedoch schnell auf bzw. versickern in die Grasnarbe, sodass Kinder und Tiere weniger damit in Berührung kommen können. Ausgiebiges bewässern ist natürlich auch hier notwendig, damit der Rasen schnell wieder unbedenklich ist und wieder als Spielwiese fungieren kann.

Wenn Sie es aber steuern können, verwenden Sie im eigenen Garten vielleicht mal organischen Rasendünger.

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