Laubsauger oder Laubbläser? So wird dein Rasen im Herbst laubfrei

Während sich die einen im Herbst über die knallig bunten Blätter an den Bäumen freuen, dann wird jedem Gartenbesitzer klar: Bald werden wieder jede Menge Blätter auf dem Rasen verteilt sein.
Für die Rasenpflege im Herbst ist das Laubharken eine der wichtigsten Aufgaben. Die Blätter müssen unbedingt von der Rasenfläche entfernt werden, damit die Rasenpflanzen weiterhin mit ausreichend Licht und Sauerstoff versorgt werden.
Ein Laubsauger oder Laubbläser nimmt dir dabei viel Arbeit ab.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Laub muss runter: Auf dem Rasen liegendes Laub nimmt den Gräsern Licht und Luft.
- Laubbläser: pustet das Laub zusammen, ist leichter und günstiger, sammelt aber nichts ein.
- Laubsauger: saugt das Laub ein und häckselt es, das spart rund 90 % Volumen in der Biotonne und beschleunigt den Kompost.
- Antrieb: Akku für normale Gärten und lärmempfindliche Nachbarn, Benzin für sehr große Flächen.
- Ruhezeiten: in Wohngebieten werktags nur 9 bis 13 und 15 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags gar nicht.
Unterschiede auf einen Blick
| Merkmal | Laubbläser | Laubsauger |
|---|---|---|
| Funktion | Bewegt Luft, um Blätter und Schmutz zu verschieben | Saugt Blätter und Schmutz auf und sammelt sie im Beutel |
| Aufsatz/Funktionen | Luftdüse, oft mit verstellbarer Geschwindigkeit | Saugrohr und Blasrohr, oft umschaltbar |
| Aufnahmekapazität | Keine direkte Sammelfunktion, das Laub wird bewegt | Hat eine Sammelfunktion im integrierten Beutel |
| Verwendung | Gut zum Zusammenharken von Laub auf großen Flächen | Effizient zum direkten Aufsaugen von Laub |
| Auswirkungen auf Pflanzen | Kann Pflanzen beschädigen, wenn zu stark verwendet | Schonender für Pflanzen, da das Laub aufgesaugt wird |
| Vielseitigkeit | Kann auch zum Verteilen von Dünger oder Mulch verwendet werden | Bietet eine Möglichkeit zum Mulchen und Kompostieren |
Was sind Laubbläser und Laubsauger?
Laubbläser und Laubsauger erleichtern die Reinigung von Außenbereichen, vor allem das Entfernen von Laub, kleinen Ästen und anderen Gartenabfällen. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Funktionen.
Laubbläser: Diese Geräte verwenden Luft, um Blätter und Schmutz zu bewegen. Es gibt verschiedene Arten von Laubbläsern, darunter elektrische, benzinbetriebene und akkubetriebene Modelle. Elektrische Laubbläser sind ideal für kleine Gärten oder Bereiche, in denen eine Stromquelle leicht zugänglich ist. Benzinbetriebene Bläser bieten mehr Leistung und sind für größere Flächen geeignet. Akkubetriebene Modelle bieten Mobilität ohne Kabel, haben aber möglicherweise eine begrenzte Betriebsdauer.
Laubsauger: Im Gegensatz zu Laubbläsern saugen Laubsauger das Material an, zerkleinern es und sammeln es in einem Auffangbeutel. Sie sind besonders nützlich, wenn man das gesammelte Laub für Kompost oder Mulch verwenden möchte. Kombi-Geräte lassen sich zwischen Blasen und Saugen umschalten.
Einsetzen lassen sich die Geräte auf Gehwegen, Auffahrten, Rasenflächen und anderen Außenbereichen. Wie gut sie arbeiten, hängt von Leistung, Gewicht und Handhabung ab. Entscheidend für die Wahl sind die Größe der Fläche und deine Ansprüche.
Was ist besser: Laubsauger oder Laubbläser?
Es kommt ein wenig darauf an, wie groß deine Gartenfläche ist und ob viele Laubbäume in der Nähe stehen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Blätter eine kleinere Straße problemlos überqueren, gerade wenn es im Herbst mal wieder so richtig windig ist.
Das bedeutet: Der Laubbaum muss nicht einmal in deinem Garten stehen, und trotzdem bekommst du möglicherweise einen ordentlichen Schwung Laub auf den Rasen geweht.
Die grundsätzlichen Eigenschaften der beiden Gartengeräte erschließen sich bereits anhand des Namens. Der Laubbläser treibt das Laub mit Luftdruck umher, während der Laubsauger ebenjenes einsaugt und in einem Fangsack sammelt.
Eigentlich kann jeder Laubsauger das Laub auch wegblasen.
Andersherum gilt dieser Zusammenhang jedoch nicht. Denn nicht jeder Laubbläser kann die herunter gefallenen Blätter auch einsaugen.
Kriterien für die richtige Auswahl
Welcher Laubbläser oder -sauger zu dir passt, hängt von mehreren Faktoren ab:
Garten- oder Landschaftsgröße berücksichtigen
Kleine Gärten oder Terrassen erfordern möglicherweise nur ein handgehaltenes, elektrisches Gerät, während größere Grundstücke eher ein rucksackgetragenes oder benzinbetriebenes Modell erfordern.
Leistung und Luftgeschwindigkeit
Für schwere Aufgaben wie nasse Blätter oder kleine Äste brauchst du ein leistungsstärkeres Gerät mit höherer Luftgeschwindigkeit.
Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit
Prüf, ob das Gerät gut ausbalanciert und einfach zu bedienen ist. Der Griff sollte bequem sein, besonders wenn du längere Zeit damit arbeitest.
Lärmpegel und Umweltauswirkungen
Akkubetriebene Modelle oder elektrische Geräte sind im Allgemeinen leiser und umweltfreundlicher als benzinbetriebene. Wenn dir Lärm oder Umwelt wichtig sind, wähl entsprechend.
Am besten vergleichst du mehrere Modelle, liest Bewertungen und probierst die Geräte im Fachhandel selbst aus.
Wie funktioniert ein Laubsauger?
Der Laubsauger funktioniert wie ein normaler Staubsauger. Zugegeben, das Saugrohr ist deutlich größer und es fehlt die Bodenbürste. Durch den größeren Durchmesser des Saugrohrs befreist du eine große Rasenfläche in relativ kurzer Zeit von den Blättern.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei unterschiedlichen Modell-Varianten:
- Laubsauger mit Häcksler
- Laubsauger ohne Häckselfunktion
Die zweite Variante ist aber weitgehend vom Markt verschwunden, praktisch jeder Laubsauger hat heute einen Häcksler.
Die Häckselfunktion ist auch eine ziemlich gute Sache. Sie zerkleinert die Blätter, bevor sie im Fangsack landen.
Mit einem Laubsauger mit Häcksler schlägst du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:
- Du musst das Laub nicht mehr mühsam zusammenharken und dann händisch in einen Sack oder die Biotonne füllen.
- Das Laub nimmt nach dem Häckseln nur noch etwa 1/10 des Platzes ein. Damit sparst du gerade im Herbst sehr wertvollen Platz in deiner Biotonne.
- Falls du einen Kompost hast, wird das gehäckselte Laub viel schneller zu Erde.
Die Achillesferse in diesem Konstrukt ist tatsächlich der Häcksler. Dieser sollte robust sein und mehrere Stunden durchgängige Arbeit leicht wegstecken ohne dass er stumpf wird. Ansonsten würde das Gerät bereits nach kurzer Zeit verstopfen und nicht mehr funktionieren.
Auch die Größe des Fangsacks ist entscheidend, wenn du vor der Kaufentscheidung stehst. Ein Häcksler verringert das Volumen des Laubs zwar enorm, trotzdem ist die Füllmenge endlich.
Ein Benzin- oder Elektromotor treibt eine Turbine an, die den Sog erzeugt, genau wie bei einem Staubsauger.
Ein Laubsauger wird meistens mit einer Hand geführt. Ausnahmen sind schwere Geräte, bei denen ein Tragegurt für zusätzliche Entlastung sorgt. Je schwerer das Gerät, desto anstrengender wird das Bewegen. Besonders schwere Laubsauger haben deshalb neben dem Tragegurt auch Rollen am unteren Ende des Rohres. Damit schiebst du den Sauger über den Boden und saugst dabei die Blätter auf.
Benzin, Akku-Laubsauger oder lieber mit Kabel?
Ohne Kabel hast du eine herrliche Bewegungsfreiheit. Auf der anderen Seite bieten Elektro-Laubsauger mit Kabel meistens mehr Power. Da die Akkus für Gartengeräte aber immer besser werden, würden wir persönlich immer zu einem Akku-Laubsauger greifen.
Falls du einen sehr großen Garten mit vielen Laubbäumen hast, passt ein Benzin-Laubsauger wahrscheinlich am besten. Diese Geräte überzeugen vor allem mit Flexibilität (Betrieb ohne Kabel) und maximaler Leistung durch den starken Motor.
Du hast eine lärmempfindliche Nachbarschaft? Dann nimm lieber einen leisen Akku-Laubsauger. Ein Benzin-Gerät scheidet hier aus, weil sein Motor wesentlich lauter ist.
Wirklich flüsterleise Geräte gibt es jedoch nicht. Die Saugkraft wird in einer lauten Turbine erzeugt und auch das Häckseln des Laubs erzeugt ein lautes Geräusch. Deutlich leiser hingegen sind reine Laubbläser.
Egal, für welche Variante du dich entscheidest: In Wohngebieten dürfen Laubsauger und Laubbläser werktags nur von 9 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr laufen, an Sonn- und Feiertagen gar nicht. Ausnahmen gelten für Geräte mit EU-Umweltzeichen (siehe auch: Ruhezeiten beim Rasenmähen).
Beliebte Marken sind beispielsweise GARDENA, Bosch, Einhell, Hellweg, Black & Decker, Stihl, Fuxtec oder Gardenline.
Laubbläser: Handlicher und günstiger
Die Funktionen eines Laubbläsers stecken in den meisten Sauger-Modellen schon drin. Willst du aber ausschließlich Blätter wegpusten, lohnt sich ein reiner Laubbläser.
Damit sparst du nicht nur etwas Geld, sondern auch Gewicht. Der Akku-Laubbläser ist leichter und damit handlicher. Gerade bei größeren Flächen machen sich kleine Gewichtsunterschiede schnell bemerkbar.
Mit einem starken 18 V Lithium-Ionen Akku soll der durchschnittliche Laubbläser etwa 17 Minuten arbeiten können. Das sollte doch in den meisten Fällen ausreichend sein, oder?
Laubbläser erzeugen hohe Windgeschwindigkeiten von 200-300 km/h, mit denen Blätter und heruntergefallenes Laub zuverlässig entfernt werden können. Auch wenn die Herstellerempfehlung besagt, dass man vorzugsweise trockenes Laub beseitigen soll, so ermöglicht der starke Luftdruck auch das Beseitigen von leicht feuchtem bzw. nassem Laub.
Tipp: Wenn du nassen Rasen mähst, kannst du anschließend mit dem Laubbläser das gröbste Schnittgut entfernen.
Die meisten Modelle sind zudem ergnomisch geformt und besitzen eine leichte Krümmung am unteren Ende des Rohres. Damit ist sichergestellt, dass der Luftdruck das Laub optimal erreichen kann.
Anwendung und Pflege
Richtige Verwendung
- Lies vor dem ersten Einsatz die Bedienungsanleitung.
- Trag bei benzinbetriebenen Geräten Gehörschutz und Schutzbrille, um dich vor Lärm und aufgewirbelten Partikeln zu schützen.
- Benutz das Gerät nicht in der Nähe von Personen, Tieren oder empfindlichen Bereichen wie Teichen oder Beeten mit jungen Pflanzen.
Sicherheitsmaßnahmen beim Gebrauch
- Prüf das Gelände vorher auf Hindernisse wie Steine oder Äste, damit das Gerät keinen Schaden nimmt.
- Halte das Gerät immer gut fest, besonders bei starkem Luftstrom.
Wartung und Pflege
- Reinige regelmäßig den Luftfilter und prüf Verschleißteile.
- Tank bei Benzinmodellen nur den vom Hersteller vorgesehenen Kraftstoff und lade bei Akkugeräten die Akkus vollständig.
- Lager das Gerät trocken und geschützt vor extremen Temperaturen.
Tipps und Tricks für effektive Nutzung
Effizientes Sammeln und Entsorgen von Laub
- Blas das Laub in eine Richtung, dann lässt es sich leichter zusammenfegen oder aufsammeln.
- Füll das gesammelte Laub in einen Laubsack oder auf den Kompost und nutz es als Mulch oder Kompost.
Verwendung für andere Zwecke
- Mulchen: Das zerkleinerte Laub eignet sich als Mulch für Blumenbeete oder Gemüsegärten, es hält die Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut.
- Kompostieren: Das zerkleinerte Laub kann auch in einem Komposthaufen verwendet werden, um organische Substanz für den Garten zu erzeugen.
Anpassung an verschiedene Jahreszeiten
- Im Herbst: Mit dem Laubsauger sammelst du gefallene Blätter und hältst den Rasen frei.
- Im Winter: An trockenen, frostfreien Tagen holst du liegen gebliebenes Laub vom Rasen, damit sich kein Schneeschimmel bildet (Rasen im Winter).
- Im Frühling: Mit dem Laubbläser entfernst du Schmutz und Blätter, die sich über den Winter angesammelt haben.
Ergonomische Arbeitsweise
- Teil große Flächen in Abschnitte ein, damit du dich nicht überanstrengst.
- Nutz bei rucksackgetragenen Modellen die Tragegurte, um die Belastung zu verteilen.
Häufige Probleme und Lösungen
Verstopfung des Gebläses/Saugers
- Problem: Verstopfungen durch größere Blätter oder kleine Äste können die Luftzufuhr blockieren.
- Lösung: Schalte das Gerät aus und entferne vorsichtig das blockierende Material. Achte darauf, dass das Gerät sicher ausgeschaltet ist, bevor du es reinigst.
Probleme mit der Leistung oder Startschwierigkeiten
- Problem: Benzinbetriebene Geräte könnten Startschwierigkeiten haben oder an Leistung verlieren.
- Lösung: Reinige den Luftfilter und prüf den Kraftstoff. Bei elektrischen Geräten prüfst du die Stromquelle und die Verkabelung.
Tipps zur Fehlerbehebung und Reparatur
- Problem: Das Gerät hat anhaltende Probleme oder technische Schwierigkeiten.
- Lösung: Wende dich an eine autorisierte Werkstatt oder den Kundendienst des Herstellers.
Fazit und Empfehlungen
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
- Laubbläser und -sauger gibt es in verschiedenen Ausführungen, von elektrisch bis hin zu benzinbetrieben, handgehalten oder rucksackgetragen.
- Die Auswahl sollte auf Basis der Garten-/Landschaftsgröße, Leistung, Ergonomie und Umweltverträglichkeit getroffen werden.
- Effektive Nutzung und Pflege sind entscheidend, um die Lebensdauer und Effizienz der Geräte zu erhalten.
Empfehlungen für verschiedene Anwenderprofile
- Für kleinere Gärten oder Stadtwohnungen sind handgehaltene elektrische Laubbläser oder -sauger praktisch.
- Große Gärten oder professionelle Anwender könnten von leistungsstarken rucksackgetragenen oder benzinbetriebenen Modellen profitieren.


