Winterdüngung: Die allererste Düngung des Jahres (Organisch-Mineralischer Rasendünger)
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Normalerweise heißt es, dass du mit der Rasenpflege im Frühjahr nicht zu früh starten sollst. Solange die Temperaturen nicht konstant über 8 Grad liegen (auch nachts), befindet sich der Rasen in der Winterruhe (Dormanz) und braucht außer dem Entfernen von Laub keine Pflege.
Das stimmt grundsätzlich auch weiterhin. Wenn du aber so ungeduldig bist wie wir, gibt es eine gute Nachricht: Die erste Düngung, die sogenannte Winter- oder Dormanzdüngung, kannst du schon im Februar ausbringen.
Du kennst das bestimmt: ein grauer Wintertag, leichter Regen, und draußen ein blasser, lichter Rasen. Da wünscht man sich nichts mehr als längere Tage und die ersten warmen Sonnenstrahlen.
Umso besser gefiel mir, als ich hörte, dass mit der Dormanzdüngung ein Start in die Rasensaison schon im Februar möglich ist.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Was es ist: Die Winter- oder Dormanzdüngung ist die erste Düngung des Jahres, noch während der Winterruhe.
- Wann: etwa 2 bis 3 Wochen vor dem Wachstumsstart, meist im Februar oder frühen März.
- Welcher Dünger: ein organisch-mineralischer Dünger mit wenig Stickstoff, zum Beispiel NPK 5-3-1, der sich langsam löst.
- Dosierung: beim Multitalent von Rasendoktor etwa 30 g pro m², gleichmäßig auf trockenen Rasen streuen.
- Kein Ersatz: Die reguläre Frühjahrsdüngung folgt etwa 4 bis 5 Wochen später.
Dormanz - Was ist das?
Der Begriff “Dormanz” im Zusammenhang mit Rasen bezieht sich auf einen Ruhezustand oder eine Phase der Inaktivität, die Gräser während ungünstiger Bedingungen durchlaufen. Dies kann zum Beispiel in den Wintermonaten auftreten, wenn die Temperaturen sinken und das Gras in eine Ruhephase übergeht. Während der Dormanz reduziert das Gras seine Stoffwechsel-Aktivitäten und zeigt auch eine verringerte Wachstumsrate.
Die Dormanz dient als Überlebensstrategie für Gräser, um extremen Bedingungen, wie niedrigen Temperaturen oder Trockenheit, zu widerstehen. Während dieser Phase erscheint der Rasen möglicherweise weniger grün und das Wachstum verlangsamt sich. Sobald die Bedingungen günstiger werden, kehrt das Gras aus der Dormanz zurück und beginnt wieder zu wachsen und sich zu erholen.
Winterdüngung für einen “Frühstart”
Bei der Winter- oder Dormanzdüngung düngst du den Rasen noch während der Winterruhe. Auch wenn er dann kaum wächst, profitiert er von den Nährstoffen: Sie stehen bereit, sobald das Wachstum im Frühjahr startet.
Und genau hier setzen wir mit dem Multitalent vom Rasendoktor an - bereits im Februar.
Ein Winterdünger enthält in der Regel Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) sowie manchmal Spurenelemente. Der Stickstoffanteil muss dabei etwas niedriger als bei Düngemitteln für die aktive Wachstumsperiode sein, um das Risiko von Stickstoffverlusten durch Auswaschung zu reduzieren und einen vorschnellen Wachstumsschub zu verhindern.
Etwa 2 bis 3 Wochen vor dem Start der Vegetation, also bevor der Rasen wirklich zu wachsen beginnt, kannst du die Dormanzdüngung ausbringen. Durch den hohen organischen Anteil (91 %) löst sich der Dünger in den folgenden Wochen langsam und verteilt sich im Boden.
Die Nährstoffe stehen den Wurzeln dann genau zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden: Sobald die Temperaturen konstant über 8 Grad liegen, nutzt der Rasen sie und startet gestärkt in den Frühling.
Hinweis: Die Dormanzdüngung ersetzt nicht die reguläre Düngung im Frühjahr, sondern ergänzt sie. Etwa 4 bis 5 Wochen nach der Winterdüngung folgt die Frühjahrsdüngung.
Warum Winterdüngung?
Wenn der Rasen im Winter ruht, ist es verlockend, ihn einfach sich selbst zu überlassen. Gerade zum Ende der Ruhephase profitiert er aber von der richtigen Versorgung. Diese drei Gründe sprechen für die Dormanzdüngung:
- Nährstoffe für die Wurzeln: Auch während der Winterruhe sind die Wurzeln nicht ganz untätig. Die Dormanzdüngung versorgt sie mit Nährstoffen und hält sie kräftig. Starke Wurzeln machen den Rasen widerstandsfähiger gegen Stress und Krankheiten.
- Frühjahrsstart mit Schwung: Bekommt der Rasen die Nährstoffe schon vor dem Wachstumsstart, grünt er schneller und kräftiger, sobald die Temperaturen steigen.
- Aktivierung des Bodenlebens: Nicht nur die Grashalme, sondern auch der Boden selbst braucht einen Schub im Frühjahr. Im Multitalent von Rasendoktor sind Huminsäuren enthalten, die das Bodenleben aktivieren. Ein lebendiges Bodenleben hilft allen Pflanzen bei einem gesunden Wachstum und einer natürlichen Entwicklung.

Was sind die richtigen Nährstoffe?
Bei der Dormanzdüngung kommt es auf die richtige Zusammensetzung an:
- Stickstoff (N): Stickstoff ist der Wachstumsmotor für deinen Rasen. Im Winter wächst der Rasen aber kaum, und zu viel Stickstoff schadet dann eher, weil er ausgewaschen wird oder weiche, anfällige Triebe fördert. Achte deshalb darauf, dass der Dünger nur wenig Stickstoff enthält.
- Phosphor (P): Phosphor stärkt die Wurzeln. Gerade beim Start ins Frühjahr, wenn neue Wurzeln wachsen, ist eine gute Versorgung wichtig.
- Kalium (K): Kalium stärkt die Zellwände und hilft dem Rasen, Stress und Krankheiten besser zu überstehen. Besonders wichtig ist es im Sommer und im Herbst, zum Saisonstart spielt es nur eine untergeordnete Rolle.
- Spurennährstoffe: Eisen, Mangan, Zink und Co. werden nur in kleinen Mengen gebraucht, sind aber trotzdem wichtig, damit dein Rasen früh im Jahr alle Bausteine bekommt.
Rasendoktor Multitalent (organisch-mineralisch)
Organisch-mineralischer Dünger aus Grünschnitt mit Huminsäuren, der zugleich den Boden verbessert. Passt für die frühe Düngung ab Februar.
- Menge
- ca. 30 g/m²
- Zeitpunkt
- Februar bis März
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Dosierung und Anwendungstipps
So dosierst und verteilst du den Dünger richtig:
- Dosierungsempfehlungen beachten: Rasendoktor empfiehlt etwa 30 Gramm Multitalent pro m². Halte dich an die Angabe, denn zu viel Dünger schadet, und zu wenig bringt kaum etwas.
- Gleichmäßige Verteilung sicherstellen: Verteil den Dünger gleichmäßig. Von Hand gehst du systematisch in Bahnen vor, für mittlere und größere Flächen nimmst du einen Streuwagen oder Schleuderstreuer.
- Auf den Zustand des Rasens achten: Ist dein Rasen schon von Krankheiten oder Stress geschwächt, reicht eine Dormanzdüngung allein nicht aus. Wir empfehlen, den Rasen etwa im April zusammen mit der regulären Frühjahrsdüngung zu belüften, zu sanden und kahle Stellen nachzusäen.
- Auf trockenem Rasen düngen: Bring den Dormanzdünger am besten auf trockenen Rasen aus, dann bleibt er nicht an den Halmen kleben. Plan die Anwendung an einem Tag ohne Tau und Frost, idealerweise bevor leichter Regen angesagt ist.
Vorteile der Dormanzdüngung
- Förderung der Rasengesundheit: Die Dormanzdüngung versorgt deinen Rasen rechtzeitig mit Nährstoffen, damit er kräftig und widerstandsfähig bleibt. Ein gesunder Rasen ist weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge.
- Unterstützung für ein schnelleres Frühjahrsgrün: Mit der frühen Düngung grünt dein Rasen im Frühjahr schneller und kräftiger.
- Reduzierung von Stressphasen für den Rasen: Schnee, Nässe und Kälte setzen jedem Rasen zu. Kräftige Wurzeln und die richtigen Nährstoffe helfen ihm, sich nach dem Winter schneller zu erholen.
Fazit
Wir freuen uns, mit der Dormanzdüngung 2 bis 3 Wochen früher in die Rasensaison zu starten und schneller wieder auf ein saftiges Grün statt auf gelbliche Halme zu schauen.
Hinweis: Die Poa supina (enthalten in meiner Lieblingsmischung, dem Schattenrasen von Rasendoktor) sieht im Winter immer etwas gelblich aus. Dafür startet sie früh und schon bei niedrigen Temperaturen mit dem Wachstum, und ihr sattes Grün kommt entsprechend früher zurück.
Plane die Dormanzdüngung also im Februar oder frühen März, etwa 2 bis 3 Wochen bevor das Wachstum einsetzt, und halte dich genau an die Dosierung auf der Packung.
So vermeidest du Über- oder Unterdüngung und gibst deinem Rasen genau das, was er zum Saisonstart braucht.
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