Rasen sanden – Mit Sand zu einem saftigen Grün?

Rasen sanden: Die Rasenpflege mit Sand

Haben Sie schon einmal von Rasen besanden oder Rasen sanden gehört? Für mich klang diese Kombination eher danach, dass Kinder aus dem Sandkasten jede Menge Sand auf den Rasen werfen. Da das für mich zunächst keine wirkliche Option war, habe ich das Thema zunächst nicht weiter verfolgt.

Als wir am Wochenende in einem Gartencenter unterwegs waren, sah ich dann jedoch direkt neben der Muttererde eine Packung mit der Aufschrift: „Rasensand – für den perfekten, grünen Rasen„.

Das klingt doch genau nach dem, was man immer haben möchte, oder? Doch was genau bewirkt der Rasensand und wann sollten Sie Ihren Rasen sanden?

Das wollte ich genauer wissen, daher habe ich mich auf den Weg gemacht, ein paar Informationen darüber zusammen zu tragen und daraus einen informativen Artikel zu erstellen.

Was ist Rasensand?

Eigentlich denkt man ja bei einem schönen Rasen nicht unbedingt gleichzeitig an Sand. Vielmehr freut man sich über einen saftiges Grün, bei dem der Untergrund nicht durchscheint.

Gleichzeitig assoziiert man jedoch auch, dass sich unter dem Rasen die tiefschwarze Muttererde befindet, in der die Wurzeln der Rasenpflanzen prima wachsen können. Auch sorgt die Muttererde mit ihren Mikroorganismen dafür, dass der Rasen mit all den notwendigen Nährstoffen versorgt wird und stets ausreichend lebensnotwendiges Wasser zur Verfügung hat. (In trocknen Monaten müssen Sie den Boden ein wenig unterstützen und den Rasen bewässern, damit er seine Funktion vollständig ausfüllen kann)

Rasensand ist tatsächlich einfacher Sand, der extrem fein ist. Meist handelt es sich bei Rasensand um gewaschenen, kalkarmen Quarzsand.

Ein wesentliches Kriterium für die Eignung als Rasensand ist eine sehr feine Körnung. Als Richtwert kann hier zwischen 0,1 mm und 2 mm genannt werden. Auch feiner Spielsand kann in vielen Fällen als Rasensand verwendet werden.

Preislich liegt der Sand für den Rasen zwischen 0,40€ bis 1 € je Quadratmeter. Insgesamt also ein überschaubarer Preis für eine sehr vielseitige Funktion, die der Sand übernehmen kann.

Wobei hilft das Rasen besanden?

Eine zu starke Verdichtung der Erde unter dem Rasen führt zwangsläufig zu Staunässe. Das Wasser kann nicht ordentlich abfließen und sich gleichmäßig im Boden verteilen, sondern es steht geradezu an den betroffenen Stellen. Diese Verdichtung kann beispielsweise durch eine starke Nutzung oder schwere, dauerhaft auf dem Rasen befindliche Gegenstände entstehen.

Für die Rasenwurzeln bedeutet das allerhöchste Gefahr, weil zu viel Wasser schädlich ist. Die Pflanzen werden bei dauerhafter Staunässe wegfaulen und dadurch unschöne Löcher im Rasen hinterlassen.

Neben dem Rasen Aerifizieren und das Rasen Sanden eine beliebte Methode, um dieser Verdichtung vorzubeugen. Die Wirkung nach dem Rasen Besanden ist ähnlich der, einer Drainage. Dabei mischt sich der Sand aufgrund seiner feinen Struktur unter die Muttererde und sorgt dort für eine Durchmischung des Bodens.

Die Runden Sandkörner trennen die Erde auf natürliche Art und Weise und machen sie ein wenig lockerer.

Um das zu erreichen, benötigen Sie jedoch viel Sand und Ausdauer. Mit dem einmaligen Besanden des Rasens ist es nicht getan.

Klar ist, dass relativ viel Sand benötigt wird, um eine wirkliche Durchmischung erreichen zu können. Hersteller von Rasensand empfehlen einen 15 kg Sack auf 5-10 m² zu verteilen.

Ich bin der Meinung, dass es tatsächlich auch ein bisschen darauf ankommt, wie dicht der Boden wirklich ist. Bei einem stark verdichteten Boden, können 15 kg pro 5 m² notwendig sein, bei minimaler Verdichtung werden 15 kg verteilt auf 10 m² total ausreichend sein.

Wenn Sie dann nach ein paar Wochen sehen, dass keine wirkliche Veränderung eingetreten ist, dann sollten Sie diesen Vorgang noch einmal wiederholen.

Wie sollten Sie Ihren Rasen sanden?

Auch hier ist die Vorbereitung wichtig. Denn nur, wenn Sie den Rasen vorher gut bearbeitet haben, wird der Rasensand auch tatsächlich dort ankommen, wo er hin muss. Tief in den Boden.

Zunächst muss der Rasen schön kurz gemäht werden. 3-4 cm sind dabei als Richtwert ausreichend.

Anschließend geht es darum, dass der Rasenfilz, der direkt über dem Boden hängt, entfernt wird. Das geht am einfachsten, wenn Sie Ihren Rasen vertikutieren.

Anschließend muss der gesamte Filz rausgeharkt werden, damit die Rasenpflanzen frei liegen und der Sand auch tatsächlich den Boden erreichen kann.

Wenn die Fläche nun frei von Moos, Unkraut und Rasenfilz ist, dann verwenden Sie einfach einen Streuwagen, um den Sand gleichmäßig auf dem Rasen zu verteilen. Natürlich ist die Aufbringung mit der Hand ebenfalls möglich, wenngleich es dabei jedoch schwieriger ist, den Sand wirklich gleichmäßig zu verteilen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Dadurch, dass Aerifizieren und Vertikutieren dem Sanden voraus gehen, sollten diese Maßnahmen der Rasenpflege nur in der Zeit durchgeführt werden, in der der Rasen stark wächst und eine Chance hat, sich vollständig zu regenerieren.

Das Hauptwachstum von Rasen erfolgt in den Monaten März – September. Nutzen Sie also am besten das gute Wetter im Frühjahr, damit Sie die gesamte Gartensaison viel Freude an Ihrem Rasen haben werden.

Wichtig ist, dass Sie sich an die Abfolge der Arbeitsschritte halten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen:

  1. Den Rasen mähen (kurz, 3-4 cm)
  2. Den Rasen vertikutieren
  3. optional: Den Rasen aerifizieren
  4. Den Rasen sanden
  5. Den Rasen düngen

Die positiven Nebeneffekte von einem besser durchmischten Boden ist ein verbessertes Wachstum der Rasenpflanzen. Dies wiederum führt automatisch dazu, dass Unkraut und Moos im Rasen wenig Chancen haben, sich stark auszubreiten.

Wenn etwa eine Woche vergangen ist, und der Rasensand sich schon gut unter die Erde gemischt hat, dann können Sie dem Rasen mit dem richtigen Rasendünger einen zusätzlichen Wachstumsschub geben.

Rasensand Bestseller – Die beliebtesten Angebote

Weiter oben habe ich Ihnen erzählt, welche Menge Rasensand Sie pro m² benötigen. Wenn Sie einen größeren Garten besitzen, dann kann das schnell dazu führen, dass Sie etliche Säcke benötigen.

Wie wäre es da, wenn Sie nicht beispielsweise 5 – 10 Säcke selbst schleppen müssten, sondern diese bis zu Ihrer Haustür geliefert bekommen?

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